Python Variablen
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Im Gegensatz zu manch anderen Programmiersprachen wie Java benötigt Python keine Variablendeklaration. So kann man eine Variable sofort ohne vorheriges Zuweisen eines Datentypes verwenden. Der Datentyp wird in Python auch nicht an die Variable sondern an den Wert gebunden. Dadurch ist eine Variable nicht auf einen Datentyp festgelegt und kann zur Laufzeit Werte eines anderen Datentypes referenzieren.
Übersicht der Datentypen
| Datentyp |
Beispiel |
Beschreibung |
| None |
ref = None |
nichts, null |
| Integer |
i = 42 |
Ganzzahl |
| Float |
f = 4.2 |
Gleitkommazahl |
| Complex |
c = 1.5j |
komplexe Zahl |
| Bool |
b = True; b = False |
boolesche Werte |
| String |
s = "Hello World" |
Zeichenkette |
| List |
l = ['spam', 23, 42] |
veränderbare Liste |
| Tuple |
t = (21, 'eggs', 23) |
unveränderbare Liste |
| Dictionary |
d = {1 : 'spam', 2 : 'eggs'} |
assoziatives Array |
| Set |
s = set("Python") |
Menge von Elementen |
| Frozenset |
fs = frozenset( {1 : 'spam', 2 : 'eggs'}) |
unveränderbare Menge |
1 2 3 4 | i = 42 # i jetzt integer, da implizite Typisierung (Typableitung)
i = 42 + "3" # funktioniert nicht, da starke Typisierung
i = 42 + 3.4 # i jetzt float
i = "spam" # i jetzt string
|
Sequenzen
Dieser Datentyp wird unterteil in zwei Untertypen: Listen (list) und Tupel (tuple). Listen bieten eine große Anzahl an Funktionen an, wie Sortieren, Löschen, Wiederholen, Selektieren, Konkatenieren und weitere. Dabei können Listen beliebige Objekte enthalten, somit auch weitere Listen.
Tupel sind vom Aufbau her identisch mit Listen. Im Gegensatz zu Listen sind Tupel dagegen unveränderbar. Einmal erstellt lassen sie sich ohne Neuanlegen der Tupel nicht modifizieren.
Indexe innerhalb Sequenzen starten bei null. Dies ist besonders beim Selektieren einzelner Objekte oder Bereiche innerhalb einer Sequenz wichtig.
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 | Liste = [] # Liste wird erstellt
Liste.append(5) # Die Zahl '5' wird angehängt
Liste += [6] # Die Zahl '6' wird angehängt
print Liste*3 # gibt '[5,6,5,6,5,6]' aus (Ausgabe der Liste x 3)
print Liste[2:5] # gibt '[2,3,4]' aus, 'von:bis' exklusive 'bis'
Liste = range(6) # Liste wird erstellt mit 6 Elementen [0,1,2,3,4,5]
# range(x) erstellt eine Liste von 0 bis x-1
Liste2 = [11,12] # Zweite Liste wird erstellt
Liste[1:3] = Liste2 # Elemente der Liste2 ersetzen die Elemente von Index 1 bis ausschließlich 3 der Liste
print Liste # gibt '[0,11,12,3,4,5]' aus
print Liste[1] # gibt '11' aus
Tupel = (1,2,3)
Tupel[1] = 5 # geht nicht!
Tupel += (4) # geht! Tupel wird neu angelegt
Liste = range(10)
print Liste[::2] # gibt [0, 2, 4, 6, 8] aus (2-er Schritte)
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Dictionaries
Ein weiterer Datentyp von Python ist das sogenannte Dictionary. Im Gegensatz zu Sequenzen werden hier die Elemente nicht mit Zahlen indiziert, sondern mit Schlüssel, welche eine unveränderliche Form besitzen. Also können sie zum Beispiel mit Strings, Zahlen oder auch Tupel indiziert werden. Listen dagegen können nicht verwendet werden, da diese ja manipuliert werden können.
Somit bestehen Dictionaries aus Schlüssel – Wert Paaren. Mithilfe der Schlüssel können dann jeweils die dazugehörigen Werte ausgelesen werden. Versucht man, einen Schlüssel zwei mal zu vergeben, so wird der alte Schlüssel verworfen.
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6
7 | Alter = { 'Tom' : 32, 'Petra' : 28, 'Josef' : 44} #Dictionary wird erstellt
Alter['Petra'] = 29 #Petra wird älter
print Alter #gibt ['Tom' : 32, 'Petra' : 29, 'Josef' : 44] aus
del Alter['Josef'] #Josef ist gestorben
print Alter.keys() #gibt ['Tom', 'Petra'] aus
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Mengen
Mengen sind unsortierte Sammlungen von Elementen. Dabei unterscheidet man zwischen einem set und einem frozenset. Ein set kann im Gegensatz zu einem frozenset geändert werden. Sie verhalten sich also wie Listen zu Tupel. In einer Menge kann jedes Element nur einmal vorkommen, Duplikate werden gelöscht.
Um eine Menge zu Instanziieren, können wir Listen, Tupel, Dictionaries, Strings oder auch Mengen verwenden. Man kann aber auch eine leere Menge erstellen. Sollten beim Erstellen Duplikate vorhanden sein, wirft der Interpreter keinen Fehler, sondern entfernt sie automatisch.
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