10 Photoshop-Tipps und Tricks, die deine Arbeit stark vereinfachen

von Dirk Metzmacher | 0 | 4659 Aufrufe

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Photoshop ist ein komplexes Programm. Kaum jemand kennt deshalb alle Tricks und Kniffe. Dabei gibt es dutzende kleinerer Funktionen und Tastenkürzel zu entdecken, um den Workflow stark zu vereinfachen, die selbst der Profi noch nicht kennt. So sparen wir viel Zeit und können uns auf die kreativen Umsetzungen konzentrieren.

Deckkraft kontrollieren

Um die Deckkraft einer Ebene zu kontrollieren, aktivieren wir das Verschieben-Werkzeug. Wird eine Zahl auf der Tastatur gedrückt, so übernimmt Photoshop diesen Wert als Deckkraft. Tippen wir schnell zwei Zahlen hintereinander, so werden diese als Wert für die Deckkraft umgesetzt. Ist dagegen ein Werkzeug aktiv, das selbst über eine Einstellung zur Deckkraft verfügt, so beeinflusst das Drücken einer Zahl diesen Wert. Übrigens sorgt die 0 nicht für Transparenz, sondern (im Gegenteil) für eine Sichtbarkeit von 100%.

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Die Mitte entdecken

Um die Mitte eines Dokumentes zu entdecken, gehen wir im Menü auf Ansicht > Neues Hilfslinienlayout. Spalten und Zeilen sollten aktiv sein. Die Seitenzahl steht jeweils auf 2, der Abstand auf 0. So bauen sich die Hilfslinien über dem Dokument auf, unterteilen dieses in vier gleich große Bereiche, wobei die Mitte deutlich zu erkennen ist. Sehr praktisch, um weitere Bildelemente zu positionieren.

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Farben auf Knopfdruck

Um die Textfarbe schnell anzupassen reicht eine kurze Tastenkombination aus: Alt + Rückschritttaste. Damit wird die Farbe des Schriftzugs durch die Vordergrundfarbe ersetzt. Bei gedrückter Strg-Taste mit der Hintergrundfarbe. Und dieser Trick funktioniert auch bei den Formen. Wurde also etwa mit dem Rechteck-Werkzeug eine Form aufgezogen, so kann auch dabei die Farbe per Tastendruck geändert werden.

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Kopierquelle drehen

Ist der Kopierstempel aktiv, so können wir bei gedrückter Alt-Taste eine Quelle definieren. Von dieser Position aus kopiert Photoshop dann die Inhalte, wobei wir beim Retuschieren natürlich ohne Alt-Taste malen. Wird in der Optionsleiste unter Aufnehmen noch Alle Ebenen aktiviert, so kann sogar auf einer leeren Ebene gearbeitet werden. Nun kommt es vor, dass wir das kopierte Material etwas gedreht einfügen möchten. Natürlich könnten wir dazu den Bereich selektieren und diesen über das Freie Transformieren (Strg+T) drehen. Doch das Fenster > Kopierquelle bietet uns die elegantere Lösung. Wie gewohnt wird die Quelle festgelegt. Über Kopierquelle drehen kann die Grundlage passend positioniert werden. Beim Malen fügen sich die Inhalte dann korrekt ein.

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Weiße Zähne schneller umsetzen

Verfärbungen an den Zähnen sind normal. Besonders bei Rauchern oder starken Kaffeetrinkern kommt es aber zu unschönen, gelblichen Zähnen. Ein Effekt, der sich leicht optimieren lässt. Dazu werden die Zähne zunächst mit dem Schnellauswahlwerkzeug selektiert. Die Größe der Werkzeugspitze bestimmt die Feinheit der Umsetzung, was sich in der Optionsleiste einstellen lässt. Mit gedrückter Alt-Taste können Bereiche von der Auswahl subtrahiert werden.

Nach dem Einzeichnen der Selektion folgt im Menü Ebene > Neue Einstellungsebene > Farbton/Sättigung. Die Auswahl wurde damit in eine Maske umgewandelt, so dass sich alle Einstellungen nur noch auf die zuvor ausgewählten Zähne beziehen. Wir wechseln von Standard zu Gelbtöne und setzen da den Regler Sättigung herab und Helligkeit etwas herauf. Die Zähne erhalten einen schönen Farbton, doch ohne künstlich zu wirken.

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Komposition reduziert öffnen

Wer sich intensiv mit Photoshop beschäftigt, hat in seiner Bildersammlung sicher auch einige Kompositionen mit zahlreichen Ebenen. Wer diese nur kurz durchschauen möchte, braucht nicht die großen Dateien mit dutzenden oder gar hunderten Ebenen komplett öffnen, sondern hält nach der Auswahl die Umschalt- und Alt-Taste gedrückt, um damit auf Öffnen zu klicken. Photoshop fragt nun, ob die Bilddaten gelesen werden sollen, was wir mit OK bestätigen. Die Komposition wird auf die Hintergrundebene reduziert geöffnet.

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Ebeneneffekt anfassen

Kaum jemand hat es ausprobiert: wird der Ebenenstil > Schlagschatten aktiviert, so können wir den Abstand und den Winkel von Hand direkt im Dokument beeinflussen. Dazu wird der Schatten angeklickt und verschoben. So kann die Position des Schattens weitaus intuitiver erfolgen, da wir statt der numerischen Eingabe einen visuellen Zugang nutzen können.

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Globales Licht

Wurden so einige Ebenenstile umgesetzt, wie etwa Schlagschatten, Abgeflachte Kante und Relief und Schatten nach innen, so bietet uns Photoshop die Option an, Globales Licht verwenden zu aktivieren. Wofür ist das gut? Nehmen wir an, es wurden mehrere Objekte im Dokument mit Ebenenstilen ausgestattet, dann sollte die Lichtsituation sich natürlich gleichen. Das Licht kommt aus einer Richtung, weshalb auch alle erzeugten Schatten gleichmäßig fallen sollten. Wird nun der Winkel des Lichteinfalls bei einem Stil geändert, so wirkt sich das auch auf alle anderen Stilen aller Objekte aus.

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Werkzeuge für den Moment

Es gibt so einige Werkzeuge in Photoshop, die sich per Tastendruck für den Moment aktivieren lassen. Ist etwa die Lupe aktiv und wir haben in das Dokument hinein gezoomt, so hilft das Halten der Leertaste, um mit dem Hand-Werkzeug den Bildausschnitt anzupassen. Halten wir stattdessen die H-Taste, so springt der Bildausschnitt in eine übersichtliche Vogelperspektive, um diesen schnell zu verschieben. Ein weiteres Beispiel ist die Taste I. Damit kann für den Moment die Pipette aufgerufen werden, um schnell eine neue Vordergrundfarbe zu bestimmen. Um beim Einsatz des Lasso-Werkzeuges doch kurz zum Polygon-Lasso-Werkzeug zu wechseln, wird einfach die Alt-Taste gehalten. Beim letzten Klick muss nur die Maustaste wieder gedrückt gehalten werden.

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Easteregg

Zum Abschluss noch ein lustiges „Easteregg“, also eine Funktion, versteckt in der Programmierung von Photoshop. Dazu wird Bearbeiten > Voreinstellungen > Benutzeroberfläche aufgerufen. Wir sehen oben die vier Farbvarianten, um die Oberfläche von Photoshop heller oder dunkler umzusetzen. Werden nun die Umschalt- und die Alt-Taste gehalten und die Flächen angeklickt, so verwandeln sich diese in ein Toastbrot mit unterschiedlichen Bräunungsstufen. Wer es mit gedrückter Strg- und Alt-Taste probiert, sieht stattdessen Kaffee mit unterschiedlich viel Milch eingerührt.

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Tutorials und Vorlagen

Wer noch weitere Anleitungen sucht, besucht gerne die Wissensplattform TutKit.com (https://www.tutkit.com/). Fast 6000 Tutorials und über 9000 Vorlagen und Presets werden da geboten. Ein erster Testzugang ist kostenlos und reicht für einen guten Einblick. Etwa in das Training Photoshop-Workshop-DVD - Basics & Tricks (https://www.tutkit.com/dvd/photoshop-workshop-dvd-basicstricks--5) von Stefan und Matthias Petri, Uli Staiger sowie Calvin Hollywood. Oder auch Freistellen mit Photoshop (https://www.tutkit.com/dvd/freistellen-mit-photoshop--31), mit Tipps und Tricks zum Freistellen von Fell, Haare, Wolken, Feuer, Bäume, Gläser und andere filigrane Objekte.

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