Beauty-Retusche: Augenfarbe und Struktur

von Aiden Tailor | 1 | 25068 Aufrufe

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Für dieses Tutorial sollte man ein druckempfindliches Grafiktablett besitzen und im Umgang damit geübt sein. Außerdem sollte man mit den Grundlagen von Photoshop vertraut sein, denn ich werde nicht allzu sehr ins Detail gehen. Werkzeuge, Filter, etc. sollten eigenständig gefunden werden können.

Ausgangsbild

Was fällt uns als erstes auf? Für eine Macroaufnhame hat es ziemlich wenig Schärfe.

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Wir verwenden den Filter Unscharf Maskieren mit einer Stärke von 77% und einem Radius von 0,5 px. Schwellenwert bleibt auf 0! Nun duplizieren wir die Hintergrundebene und fügen der neuen Ebene mit Hilfe des Variationen Werkzeugs mehr Rot zu und machen es dunkler. Im nächsten Schritt erstellen wir eine Ebenenmaske und maskieren die Iris, jedoch nicht die Ränder.

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Nun duplizieren wir die Hintergrundebene erneut, klicken doppelt auf die Hintergrundebene, blenden sie aus und erstellen eine neue Hintergrundebene und füllen sie mit Schwarz. Nun maskieren wir in der eben duplizierten Ebene alles bis auf die Iris.

Tipp: zieht einen Kreis um die Iris, dann die Auswahl umkehren und die Kanten mit einer weichen Pinselspitze bearbeiten.

Für Fortgeschrittene: Man könnte das 'redefine Edge' Tool (Seit CS 3 enthalten) verwenden.

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Nun duplizieren wir die Irisebene und hellen sie mit einem Adjustmentlayer auf. Dann maskieren wir die Pupille.

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Nun haben wir die Grundlagen um mit den Spielereien loszulegen. Dupliziert wieder die Irisebene und öffnet den Variationen Dialog. Jetzt müsste euch schon einleuchten, was man in Sachen Farbe, kombiniert mit Überblendungen erreichen kann. Spielt ersteinmal ein wenig mit Farbe herum. Probiert verschiedene Überblendungen und Deckkrafteinstellungen! Allein diese Ergebnisse werden euch schon faszinieren. Vergesst bei der ganzen Angelegenheit bitte nicht die Ebene, die wir ganz am Anfang gerötet haben!

Tipp: Schwarz/Weiß Überblendungen ausprobieren!

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Hier sind einige Beispiele, was die Farbe angeht. Ihr werdet sicher gemerkt haben, dass es keinen Sinn macht nur mit einer Farbe zu arbeiten, denn Augen bestehen grundsätzlich aus mehreren verschiedenen Farbtönen. Die Farben entscheiden sich nach Art des Bildes. Real oder surreal? Gemälde? Zeichnung?
All dies sind Faktoren die mit einfließen sollten.

Falls ihr beim probieren versucht habt nur mit einer Farbe zu arbeiten und euch gewundert habt, dass es nicht gut aussieht, dann tut euch selber einen Gefallen und berücksichtigt das, was ich gerade gesagt habe und macht die Übung nochmal!

Nun schaut euch dieses Bild an. Was fällt euch auf? Es ist schwarz/weiß... Dadurch entsteht ein besserer Kontrast. Kommt aber auch darauf an, wie das Bild wirken soll. Im Vergleich zu den anderen ist die Struktur aber etwas anders. Die Iris hat sich verändert, jedoch nicht so grundlegend, dass es wie ein anderes Auge aussieht.

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Nun kommt der Trick:
Erstellt euch einen Brush der etwa so aussieht:

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Nun wählt ihr eine helle Farbe, stellt die Deckkraft des Pinsels etwa auf 20 - 40% (ausprobieren) und nun zeichnet ihr auf einer neuen Ebene Schattierungen in die Iris. Natürlich müssen diese mit der Reflektion im Auge übereinstimmen, da wir eine helle Farbe benutzen. Mit der dunklen Farbe ist es dann genau andersherum. Probiert damit ein bisschen rum. Verwendet das Smudge tool um eure Schattierungen ins Auge besser zu integrieren. Und denkt dabei daran, dass ‘WENIGER OFT MEHR IST

Im nächsten Schritt bearbeitet ihr mal eine der Irisebenen mit dem Burn-tool und eurem Brush. Natürlich könnt ihr auch andere Brushes verwenden, jedoch sollten sie schon in gewisser Weise einer Textur ähneln. Grunge Brushes sind auch gut geeignet!

Bei dieser Art der Modifizierung kommt es sehr genau darauf an, was ihr am Ende erreichen wollt und in welchem Stil ihr euch bewegt. Meine Version ist mehr auf Realismus ausgelegt, während man im Surrealen Bereich nicht so auf die Schärfe achten muss.

Man kann hierbei nicht genau sagen mach es so und dann Step bei Step immer das gleiche für jedes Werk... Es geht um Learning by doing und nicht um einen festgelegten Prozess. Jeder muss diesen Prozess selbst für sich erschließen. Dieses Tutorial soll nur eine Hilfe sein, wie man sich mit Augen besser auseinandersetzen kann.

Ein weiteres Beispiel ist das Artwork “Take a Deeper Look” aus meiner Galerie.

Über den Autor: Aiden Tailor
Ein Künstler hat keine besonderen physischen Fähigkeiten - er besitzt nur eine andere Wahrnehmung (...)
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