Einführung in die Beauty-Retusche

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Die Bildretusche hat ihren Ursprung in der Nachbearbeitung von Fotos während der Entwicklung: Kratzer und Staubkörner auf den Negativen wurden dabei mit Pinsel und Farbe übermalt, bevor die Fotos fertig ausgearbeitet wurden. Unter Retusche versteht man also ganz allgemein den Vorgang, ein Foto den Vorstellungen des Bearbeiters entsprechend zu verändern. Die Grundprinzipien sind dabei im Wesentlichen noch dieselben wie zur Zeit der analogen Fotografie. Der Großteil der Arbeiten findet heute aber auf einem Computer statt.

Bei der Beauty-Retusche stehen vor allem der kommerzielle Einsatz der bearbeiteten Bilder und die Betonung von psychologischen Schüsselreizen - und nicht absolute Authentizität und Naturalismus - im Vordergrund. Ein derart retuschiertes Foto sollte also als reines Kunstprodukt ohne Realitätsanspruch betrachtet werden. Die häufigsten Anwendungsfelder sind die Modewelt, die Werbung sowie die Regenbogenpresse.

Was ist Beauty-Retusche

Wie man sich denken kann geht es bei der Beauty-Retusche im Großen und Ganzen um Beauty. So wird die Erscheinung von unseren Stars nach einem professionellen Fotoshooting meistens noch digital aufgebessert.

Neben der Beauty-Retusche, die sich hauptsächlich auf Menschen bezieht, bestehen noch viele weitere Arten der Retusche. So können Menschen nachträglich vernarbt werden, einen zweiten Kopf bekommen oder auch bloß an der Qualität eines Fotos geschraubt werden.

Formen der Retusche

Realistische Retusche

Diese grundlegende Form der Bildnachbearbeitung ist die wohl gebräuchlichste und dient in erster Linie zur Optimierung der Bilddaten. Somit wird garantiert, dass im Druck keine unangenehmen Überraschungen entstehen. Die Korrektur von Tonalität und Farbe oder das Ausbessern von Bildfehlern gehören ebenso dazu wie sanfte Retusche-Arbeiten am Model selbst: Beispielsweise werden störende Schatten aufgehellt, die Gradation und Kontrastverläufe optimiert, ein eventueller Rote-Augen-Effekt entfernt, Hautunreinheiten und Augenringe eliminiert und vieles mehr.

Das Ziel ist ein naturalistisch anmutendes Endergebnis, bei dem man eine Bildbearbeitung kaum vermuten würde. Es wird versucht, das Motiv im übertragenen Sinne "ins beste Licht zu rücken", ohne dabei schönheitschirurgische Eingriffe vorzunehmen.

Typische Bearbeitungen:

  • Tonalitätskorrektur
  • Farbkorrektur, Wiederherstellung verblasster Farben
  • Ausbesserung von Bildstörungen, wie Kratzern, Flecken, Rissen und "Salz und Pfeffer" Rauschen
  • sanfte Retusche von auffälligen Hautunreinheiten, Augenringen und roten Augen
  • Optimierung der Haare

Plastische Retusche

Typische Anwendungsfelder der plastischen Retusche sind die Modewelt, die Werbung sowie die Regenbogenpresse. Wie der Begriff bereits suggeriert werden die Techniken der Beauty-Retusche in erster Linie eingesetzt, um ein Foto den Vorstellungen des Bearbeiters entsprechend zu verändern.

Der Übergang zwischen naturalistischer und Beauty-Retusche ist oftmals fließend. Bei der plastischen Retusche stehen aber vor allem der kommerzielle Einsatz der bearbeiteten Bilder sowie die Betonung und Verstärkung von psychologischen Schüsselreizen im Vordergrund.

Typische Bearbeitungen:

  • Tonalitätskorrektur
  • Farbkorrektur, Wiederherstellung verblasster Farben
  • Ausbesserung von Bildstörungen, wie Kratzern, Flecken, Rissen und "Salz und Pfeffer" Rauschen
  • Glättung von Hautunebenheiten und Korrektur der Hautfarbe
  • Abminderung von Augenringen und Falten
  • Verstärkung von geschlechtsspezifischen Merkmalen
  • sanfte Veränderung von Gesichtsform und Optimierung der Symmetrie
  • Optimierung der Figur, digitales "Abspecken", Brustvergrößerung
  • digitales Make Up
  • Optimierung oder Austausch des Bildhintergrundes
  • Hinzufügen und Entfernen von Bildteilen

Künstlerische Retusche (Fantasy)

Oft kommt es vor, dass völlig fantastische Wesen fotorealistisch dargestellt werden sollen. So wäre es denkbar mehrköpfige Menschen durch eine Stadt fliegen zu lassen, ohne aufwendig spezielles Fotomaterial erstellen zu müssen.

Typische Bearbeitungen:

  • Strukturentfernung der Haut
  • Verfremdung/Überspitzung von Körperbereichen

Bereiche der Beauty-Retusche

Um Portraitaufnahmen aufzubessern lässt sich an sehr vielen Bereichen eines Bildes arbeiten. Dies betrifft bei weitem nicht nur die Farbwahl eines Bildes, sondern betrifft auch die Bereiche:

  • Hautunreinheiten
  • Hautstruktur
  • Augen
  • Falten
  • Augenfarbe
  • Form-Anpassungen
  • Haare
  • digitales Make-Up (Lidschatten, Lippenstift, etc.)

Artikel zum Thema Beauty-Retusche


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