11 zu vermeidende Fehler im Icondesign
Exzellenter Artikel- 1. Zu ähnliche Icons
- 2. Zu unähnliche Icons
- 3. Zu viele Einzelelemente
- 4. Unnötige Iconelemente
- 5. Unnötige Schatten/Perspektiven bei kleinen Größen
- 6. Überschreiben gewohnter Icon-Symboliken
- 7. Einbringen lokalitätsabhängiger Elemente
- 8. Einbringen echter Interface-Elemente in das Icon
- 9. Text im Icon
- 10. Icon im Pixelframework verschoben
- 11. Iconabklatsch
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1. Zu ähnliche Icons
Passen Sie auf, dass Sie beim designen von Icons oder Iconsets nicht zu sehr an andere Icons herangehen. Besonders, wenn die Minimalgröße von 16x16 Pixel in Verwendung ist, entstehen dadurch oft Missverständnisse.
Fazit
Kreativität zahlt sich aus - Designen Sie individuelle Icons.
2. Zu unähnliche Icons
Wenn es zu ähnliche Icons gibt, gibt es auch zu unähnliche. In einem Iconset sollten die Icons immer einer gewissen Einheit folgen, die beispielsweise in Farbgebung, Perspektive, Größe oder Zeichentechnik Ähnlichkeit ausweisen. Der Designer sollte also immer einen gewissen Rahmen im Kopf haben in dem sich die Icons bewegen. Arbeiten mehrer Designer daran, sollten allgemeine Guidelines verfasst werden.
Wenn dies nicht passiert, kommt es zu solchen Sets:
Fazit
Seien Sie achtsam und halten Sie ihre Designprinzipien ein.
3. Zu viele Einzelelemente
Icons leben davon einfach und leicht verständlich zu sein. Es ist also ratsam, möglichst die Zahl der Einzelelemente auf 1, maximal 2, zu reduzieren, sodass ein Icon nicht schon alleine eine eigene Mini-Story erzählt.
Bei modernen Betriebssystem-Icons ist es besonder oft der Fall, dass sich zu viele Einzelelemente in Icons befinden. Dies liegt zum einen an der großen Zahl an Icons und zum anderen an der wachsenden Größe. Besonders wenn die Icons sehr klein werden, ist die Lesbarkeit der Icons kaum mehr gegeben.
Fazit
Versuchen Sie, Icons nicht mit Einzelheiten zu überladen sondern einfach zu bleiben.
4. Unnötige Iconelemente
Wie das Überhäufen von Icons mit Einzelelementen, gibt es auch das Überhäufen mit unnötigen Elementen. Aus dem selben Grund sollte auch darauf geachtet werden, dass nicht Einzelelemente Teil des Icons werden, die sowieso aus dem Kontext hervorgehen und dadurch im gesamten Iconset vorkommen.
Ein Beispiel aus dem Webdesign:
Die Icons im unteren Bild sind leichter verständlich und zeigen die eigentliche Bedeutung schön groß.
Auch in Betriebssystemen werden diese Fehler gemacht. Besonders krass ist BeOS:
Es scheint es ginge um einen roten Haken, jedoch ist eigentlich das dahinter versteckte Icon gemeint.
Fazit
Halten Sie ihren Fokus immer fest auf die Funktion des Icons gerichtet.
5. Unnötige Schatten/Perspektiven bei kleinen Größen
Da sich Icons technisch immer weiter verbessern, geraten oft Kleinigkeiten außer Acht. Halbtransparenz hat den Schatten um Icons eingeführt und Dreidimensionalität spielt eine große Rolle. Doch bei sehr kleinen Größen kommt es dann oft zu Engpässen die unbeachtet bleiben.
Perspektive gerät dann sehr schnell an ihre Grenze und macht keinen Sinn mehr. Vielmehr wird die Erkennbarkeit reduziert.
Ebenso: Schatten sehen bei großen Icons schön aus. Bei kleinen Größen wird dies ohne Achtsamkeit schnell zum Problem, da der Standardschatten auf alle Icons angewendet wird.
Besonders beim Adressbuch fällt ein hässlicher Schatten auf.
Fazit
Designen die Icons nicht zu überladen - Sie müssen auch sehr klein werden können.
6. Überschreiben gewohnter Icon-Symboliken
Ein Fehler der zum Glück nicht mehr allzu oft eingesetzt wird. Man übergeht Symboliken die sich bereits voll durchgesetzt haben. Der Mülleimer oder Papierkorb als elementarer Bestandteil der Schreibtisch-Metapher für das "Löschen" auf grafischen Betriebssystem gehört zu einem der Realität entnommenen Icon für einen Abfallbehälter.
Im folgenden Beispiel wurde zu sehr auf die Anlehnung realer Gegenständlichkeit und zu wenig auf bereits existierende Symbolik gelegt. Die Frage stellt sich, was Sie am ehesten mit Löschen in Verbindung bringen.
Fazit
Achten Sie auf Originalität jedoch auch auf Gewohnheiten.
7. Einbringen lokalitätsabhängiger Elemente
Use universal imagery that people will easily recognize. Avoid focusing on a secondary aspect of an element. For example, for a mail icon, a rural mailbox would be less recognizable than a postage stamp.
Apple "Creating Icons for Mac OS X" Manual
Ein Grundbaustein des Icondesigns ist die Anlehnung an reale Gegenstände und Gegebenheiten. Jedoch gilt es dabei zu beachten, dass sich die Gegenstände nicht zu sehr auf kulturelle, traditionelle oder regionale Besonderheiten beziehen.
Icons sollten für jeden verständlich sein. Damit dies möglichst gut erreicht werden kann, gilt es, sich an die bestmögliche Metapher zu wenden den die Programmfunktion bereitstellt.
Für ein Mailprogramm ist es sinnvoller eine Briefmarke als Designgrundlage zu verwenden als einen Postkasten. Zum einen ist eine Briefmarke sehr schnell als solche erkennbar und ist desweiteren auch weitaus bekannter.
Fazit
Designen Sie Icons für eine möglichst große Nutzerzahl intuitiv erkennbar.
8. Einbringen echter Interface-Elemente in das Icon
Avoid using Aqua interface elements in your icons; they could be confused with the actual interface.
Apple "Creating Icons for Mac OS X" Manual
Ein sehr häufiger und meist unbedachter Fehler ist das Einsetzen von Interfacebestandteilen des darumliegenden Betriebssystems in die Icons einer Anwendung. Dies kann für den Nutzer sehr verwirrend sein, da er sich auf eine Rückmeldung beim Aktivieren von Checkboxes, Radiobuttons, OK-Buttons, Dropdowns, etc. eingestellt hat.
Ein fiktives Extrembeispiel wäre zum Beispiel dieses Dokument-Icon:
In Einstellungsfenstern von Anwendungen wird dieser Fehler besonders häufig begangen:
Fazit
Halten Sie jegliche Interfacedesign-Elemente aus ihrem Icondesign raus.
9. Text im Icon
Ein Gesichtspunkt der möglichst immer zu vermeiden ist: Text innerhalb eines Icons. Nicht nur, dass es sprachabhängig ist und somit den Sinn von Zeichen und Symbolen verfehlt, nicht mal das Lesen ist gegeben wenn das Icon in einem sehr kleinen Zustand ist. Desweiteren wird der tatsächliche Name meist unter oder neben dem Icon angezeigt, wie das bei Dateien oder Anwendungen der Fall ist.
Einige Iconverfehlungen:
Der Sinn eines Icons geht verloren, wenn der Text bereits als solcher gegeben ist.
Fazit
Setzen Sie keinen Text in ihre Icons, der nicht schon durch den Kontext klar ist.
10. Icon im Pixelframework verschoben
Achten Sie auf die Detailarbeit im Pixelframework. Durch Anti-Aliasing ist es möglich, glatte Linien zu erzeugen. Natürlich funktioniert das auch bei waag- und senkrechten Linien, obwohl dort Anti-Aliasing gar nicht gebraucht, nein, nicht mal gewollt ist.
Das unten dargestellte Beispiel zeigt die Problematik an einer schwarzen senkrechten Linie, die visuell genau 1 Pixel breit ist. Liegt sie optimal im Pixelframework (Raster), ist die Linie scharf - ist sie aber im Framework verschoben, sieht die schwarze Linie unsauber und unscharf aus.
Anhand eines Icons kann dies verdeutlicht werden. Besonders am Ausrufezeichen ist dies gut zu erkennen: Obwohl das Zeichen 2 Pixel breit ist, werden bei Verschiebung 3 Pixel beeinflusst.
Fazit
Beachten Sie das Pixelframework.
11. Iconabklatsch
Im Icondesign ist es besonders wichtig, seine Icons individuell zu gestalten - eine eigene Note zu verleihen. Dabei ist es hilfreich sich von vielen verschiedenen Quellen Inspiration zu holen aber diese nicht nachzuahmen sondern weiter zu entwickeln und sein eigenes Designprinzip in die Icons einzubauen.
Lassen Sie auch ihre Fantasie spielen, seien Sie originell und stellen Sich vor allem diese zwei Fragen: "Was für ein Icon erwartet der User?" und "Welche Funktion ordnet der User dem Icon zu?".
Wie Icons aussehen, hängt zwar auch von den technischen Möglichkeiten und der Größe ab, jedoch vor allem vom Designer.
Nahezu selbes Aussehen:
Verleihen Sie ihren Icons ein unverkennbares Aussehen und eine individuelle Note.
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hat keine Beschreibung angegeben. Eine Beschreibung kann man unter dem Punkt "Profil bearbeiten" im Kontrollzentrum eintragen.
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graphic, motion & web design - kernreaktor - staportal - mukitu
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David Danier arbeitet seit mehr als neun Jahren im Bereich Web Programmierung und ist unter anderem Geschäftsführer der Webagentur Team23 GbR, sowie Webmasterpro.de.
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Meine Schwerpunkte liegen im Bereich Grafikdesign, SEO und Management. Seit sieben Jahren bin ich als Geschäftsführer der Team23 GbR tätig, die Webdesign in Augsburg anbietet, sowie Webmasterpro.de betreut.


Tango Desktop Project Richtlininen
Das Tango Desktop Project hat auch eine interssante Richtlinien zum Icondesign. (Die könnte man auch verlinken oder näher anschauen)
Re: Tango Desktop Project Richtlininen
Korrekter Link:
http://tango.freedesktop.org/Tango_Icon_Theme_Guidelines
Re: Tango Desktop Project Richtlininen
schade - die sind wohl down :(
edit: hab noch am artikel was hinzugefügt
weiß jemand zufällig wie der designer der leopard icons heißt oder weiß man das nicht?
Ich vermisse
Pro und Contra zu Oxygen
Re: Ich vermisse
wie meinen?
Mac Icons
Das Terminal und Activity Monitor Icon sind ja nicht gerade die aktuellsten ;)
Ansonsten guter Artikel.
Re: Mac Icons
danke
schau dir mal die anderen icons an - die sind noch älter :D. es müssen ja keine aktuellen beispiele sein, es zählt ja nur die veranschaulichung. ;)
Betriebssystem Icons
Ich persönlich finde die Windows Icons garnicht mal schlecht. Ist halt ne Ansichtssache, aber ich finde diese Abwechslung ganz erfrischend. Nur in Windows Vista ist das etwas störend, da sie da, keien Ahnung, entweder zu abwechslungsreich oder zu grell sind, irgendwas stört mich an denen jedenfalls, kann nicht genau sagen, was.
Ein recht schönes Beispiel für ein Iconset finde ich da eigentlich bei Ubuntu, die harmonieren sehr gut.
Ich sehe, ich triffte ab...
Re: Betriebssystem Icons
schau dir die icons nochmal genau an
(das ist keine kritik an den xp-icons sondern kritik daran, dass xp-icons mischimaschi mit steinalten wahrscheinlich sogar win95-icons ist)