Übersicht - Klassische Typographiefehler

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Falsche Nutzung von Schriften

Ungeeignete Schriften

Wer Schriften für den Druck auswählt, sollte dies mit Bedacht machen. Weltweit gibt es mehr als 100 000 verschiedene Schriften, doch nur ein sehr kleiner Teil davon lässt sich wirklich effizient im Printbereich nutzen. Eine brauchbare Schrift für den Druck sollte in erster Linie eine gute Leserlichkeit besitzen. Dies beinhaltet, dass Zahlen und Buchstaben wie "5" und "S" oder "1" und "l" sich stark genug unterscheiden sollten.

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Unleserliche Schriften

Schaut man sich das Bild der beiden Absätze oberhalb an, wird schnell klar das Leserlichkeit anders aussieht. Stellen Sie sich vor, Sie müssten eine Seite Fließtext lesen, die in solch einer Schriftart gesetzt wäre. Dies würde nicht nur unwahrscheinlich lange dauern, sondern wohl auch dafür sorgen, dass Sie die zweite Seite nicht mehr aufschlagen würden.

Zu viele verschiedene Schriften

Besonders bei unprofessionell gestalteten Drucksachen, kommt dieser klassische Designfehler immer wieder zu Tage. Auf ein und demselben Printprodukt werden mehrere, unterschiedliche Schriften verwendet. Oft passen diese Schriftarten dann nicht einmal zusammen oder kommen sogar noch in unterschiedlichen Farben daher.

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Unterschiedliche Schriften und Farben

Generell sollten Sie nie mehr als drei Unterschiedliche Schriftarten in einem Projekt verwenden. Überlegen Sie sich Schriftvorlagen, welche Sie in einem Dokument immer wieder

Zu ähnliche Schriften

Sollten Sie in einem Dokument mehrere Schriftarten einsetzen, so achten Sie darauf das sich die Schriftarten untereinander stark genug unterscheiden. Eine gute Unterscheidbarkeit, beispielsweise zwischen Überschrift und Fließtext, sollte immer gewährleistet sein.

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Zu ähnliche Fonts

Die Linke Spalte verwendet zwei Serifen-Schriften, die untereinander wenig Unterscheidungskraft besitzen. Der Kontrast in der rechten Spalte zwischen Überschrift und Inhalte ist dagegen deutlich besser. Hier wurde eine Serifen-Schrift, sowie eine Serifenlose-Schriftart verwenden.

Schriftsatz

Schusterjungen und Hurenkinder

Diese beiden typografischen Bezeichnungen beschreiben Fehler beim Setzen von Fließtext. Als einen Schusterjungen bezeichnet man dabei ein Absatz, der direkt nach der ersten Zeile auf eine neue Seite umgebrochen wird. Eine Hurenkind ist das Gegenstück und bezeichnet die letzte Zeile eines Absatzes auf die neue Seite rutscht. Bei

Wie Sie solche Satzfehler vermeiden, sowie weitere Informationen zu diesem Thema, erhalten Sie in unserem Artikel "Schusterjungen und Hurenkinder".

Zeilenabstand

Für eine gute Lesbarkeit ist ein gut gewählter Zeilenabstand entscheidend. Zusammengequetschte Zeilen laden nicht gerade zum Lesen ein und gestaltet ein ruhiges Lesen wesentlich schwieriger.

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Zeilenabstand

Der Textblock auf der linken Seite besitzt einen deutlich zu kleinen Zeilenabstand und ist daher auch schwieriger zu Lesen. Der rechte Textblock ist von der Lesbarkeit dagegen deutlich besser, weil hier ein viel höherer Zeilenabstand eingestellt wurde.

Wie Sie die optimalen Zeilenabstand für Ihre Text finden und einstellen können, verrät Ihnen unser Artikel über "Zeilenabstand richtig einstellen".

Unschöner Satz

Auf der linken Seite sehen Sie ein Beispiel für deutlich zu starke Trennungen von Wörtern. Hier müssen Sie selbst Hand anlegen und die Silbentrennung Ihres Layoutprogramms bearbeiten. Diese Problematik kommt immer stärker zu Tage, je kleiner Sie Ihre Schriftblöcke gestalten. Achten Sie daher auf ein Mindestgröße von Schriftblöcken für Fließtext.

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Unschöne Buchstabentrennung

Auf der rechten Seite sind, auf Grund des gewählten Blocksatzes, deutliche Lücken im Text entstanden. Sie sehen nicht nur unschön aus, sondern stören den Lesefluss zusätzlich gewaltig. Um das Problem in den Griff zu bekommen, müssen Sie den Text entweder per Hand setzen (Kerning) oder einen breiteren Textblock wählen.

Einen Überblick über Schriftsätze erhalten sie im Artikel "Satzarten".

Zu wenig Freiraum

Design braucht Platz zum Atmen. Quetschen Sie Textblöcke, Bilder und Fotos nicht dicht an dicht auf einer Seite zusammen. Schaffen Sie genügend Platz zwischen Ihren Elementen. Dies führt nicht nur zu einer besseren Struktur und Lesbarkeit, sondern sorgt zusätzlich für ein edles Erscheinen.

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Wenig Freiraum
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Mehr Freiraum

Hier wird sehr deutlich, dass weniger oft mehr ist. Schaffen Sie Ihren Elementen Platz. Halten Sie es einfach und übersichtlich. Apple hat das bereits seit einigen Jahren gemerkt und gestaltet inzwischen sämtliche Produkte nach diesem System.

Unterstreichungen

Möchten Sie Unterstreichungen nutzen um Bereiche Ihres Textes hervorzuheben, seien Sie damit sehr vorsichtig. Unterstreichungen stören den Lesefluss erheblich und setzen die Lesbarkeit des unterstrichenen Wortes deutlich herab. Nutzen Sie für Drucksachen besser fette und kursive Auszeichnungen.

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Links: Unterstreichen, Rechts: Fett

Achtung: Um Teile Ihres Textes fett zu gestalten, nutzen Sie wenn möglich einen unterschiedlichen Schriftschnitt der verwendeten Schriftart und nicht die Möglichkeit Ihres Layoutprogramms normalen Text in fetten Text umzuwandeln. Gute Schriften besitzen unterschiedliche Schriftschnitte für schmal (condensed), kursiv (oblique), fett (bold) und extra fett (black). Hiermit erreichen Sie deutlich ansprechendere Ergebnisse.

Fehlende Zusammengehörigkeit

Zusammengehörige Elemente in einem Design sollten auch als solche zu erkennen sein. Erreicht werden kann dies durch das korrekte Setzen von Leerräumen und Absätzen. Wie dies gemeint ist verdeutlicht das folgende Beispiel sehr anschaulich.

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Leerräume einsetzen

Auf der linken Seite ist nicht klar zu erkennen, welche Elemente zusammengehören. Auf der rechten Seiten wurde hingegen mit Leerräumen gearbeitet und eine Struktur geschaffen. Dieser Text ist deutlich besser gegliedert und das Auge findet sich hier besser zurecht. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel über "Gestalten mit Leerräumen".


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