Logo schnell und effektiv freistellen mit Blend if
Um den Ablauf gut darzulegen, verwende ich ein fiktives Logo, das nur diesem Zweck dienen soll.
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Oft geht man dazu einfach so vor: Neues Photoshop-Dokument mit schwarzem Hintergrund erstellen und Logo-Grafik importieren. Dann mit dem Zauberstab das überflüssige Weiß auswählen und löschen.
Diese Methode hat aber Nachteile:
- Teilweise ungenau (Entstehen von zu weichen Kanten oder weißen Flecken an den Rändern)
- Aufwändig (Einschlüsse, Nachbearbeitung, ...)
- Nicht weiter verwendbar
Lösung: Blend If
Wie gewohnt erstellt man in Photoshop wieder seine Hintergrundoberfläche: Schwarz mit etwas größeren Maßen als die Grafik. Danach wird die Grafik wie gewohnt importiert.
In der Ebenenpalette sieht das so aus:
Ist das geschenen, ist eine kurze Überlegung notwendig: Was will ich erreichen?
Mit dem Zauberstab wurde brachial einfach das Weiße außenrum gelöscht. Bei neuen anderen Hintergründen, die beispielswiese auch Fotos etc. sein könnten, ergäben sich so eventuell Schwierigkeiten und Unsauberkeit.
Flüssige und saubere Einbettung ist also nur möglich wenn der Rand eine hauchdünne Alphatransparenz aufweißt und damit in den Hintergrund übergehen kann ohne unschöne Farbecken zu erzeugen.
Da kommt einem eine sehr angenehme Methode entgegen: Blend if (oder Farbbereich).
Blend if Grobeinstellung
Zuerst markiert man die Grafik-Ebene (Ebene 1) und doppelklickt sie. Es öffnet sich das Fenter der Ebenenstile. Es ist darauf zu achten, dass kein Ebenenstil ungewollt markiert ist.
Falls nicht schon passiert, klickt man die Fülloptionen (Hauptmenüpunkt oben) anworauf die die Fülloptionen mit den drei Unterbereichen erscheinen. Den beiden oberen muss hierbei keine Beachtung geschenkt werden.
Uns interessiert der unterste, der Farbbereich oder Blend if.
Da unser Logo den weißen Grund verlieren soll bleibt die Option bei "Grau" und wir befassen uns mit dem rechten (weißen) Schieberegler des oberen Wählers.
Zieht man den Regler in Richtug des schwarzen Bereichs fällt sofort auf, dass der weiße Grund der Grafik verschwindet und sich die Kante an das Logo annähert.
Jetzt ist es wichtig, darauf zu achten die eigentliche Grafik nicht "anzugreifen" aber auch nicht zu viel Kante beizubehalten. Etwas Weiß sollte jedoch auf jeden Fall noch zu sehen sein.
Im Beispiel sieht das so aus:
Blend if Feineinstellung
Jetzt kommt der eigentliche Clou.
Man spaltet nun die Kante in zwei Kanten. Dazu hält man ALT gedrückt und zieht nur den linken Teil des Schiebereglers in Richtung Schwarz-Bereich.
Kurz bevor sich die Farbe des Logos an sich zu ändern beginnt, stopt man dem Regler. Das Ergebnis ist glatt und individuell einsetzbar.
Zur Weiterverwendung
Durch eine Rechtsklick auf die betreffende Ebene und einem Klick auf "In Smart Objekt konvertieren" im Kontextmenü kann das Logo (jetzt mit echter sauberer Transparenz) als PSB (Smart Objekt) bzw. PSD gespeichert werden.
Ergebnis
Etwas ausgestaltet könnte das Logo zB. so zum Einsatz kommen - rein aus einer Grafik entstanden.









es ist..
definitiv eine recht unsaubere variante, die man im äußersten notfall, sprich bei zeitnot oder einem kleinen objekt im hintergrund mal benutzen könnte - für richtiges freistellen mit pfaden sollte man sich bei wichtigeren sachen schon zeit nehmen.
Re: es ist..
Hm, Einspruch.
Als definitiv unsauber muss man in den meisten Fällen das Freistellen per Pfad bezeichnen - nämlich immer dann, wenn die Kante zu pixelig ist oder das Motiv zu klein. Dann stellt sich immer die Frage, lege ich den Pfad jetzt links oder rechts vom Halbtonpixel hin...
Mit ein bißchen Übung ist das Freistellen mittels Alphakanälen oder eben Blend If die überzeugendere Variante, weil so auch weiche Übergänge zwischen sichtbar und unsichtbar möglich werden.
Grüße, Carsten.
Re: es ist..
deswegen meinte ich, dass man bei kleineren objekten ja gerne zu der o.g. methode zurückgreifen kann, man bei wirklichen freistellern, die natürlich die größe und qualität mit sich bringen, auf pfade zurückgreifen sollte, einfach, weil man wesentlich mehr kontrolle über das objekt hat und ggf. korrigieren kann. kommt beim blend-if später ne auswahl raus, die man als maske benutzen kann? oder cutted der einfach?
Re: es ist..
nene der macht die ebene unter berücksichtigung des schwellenwertes (halb)transparent. die ebene als smartobjekt speichern und evtl in psd umwandeln, fertig.
wie meint ihr das mit pfaden? ich dachte man stellt mithilfe der (inzwischen sehr vielen) auswahlwerkzeuge und "kante verbessern" frei :P (bin noch relativer anfänger)
War mir nicht bekannt
Danke für diesen interessanten Artikel. Werde nachher mal selbst ausprobieren, wie das mit eigenen Logos funktioniert. Sicherlich geht die Methode ja nicht für alle Typen von Logos (Verläufe bsp.). Außerdem interessiert es mich sehr wie die Konturen des Logos nach dem Verfahren aussehen.
pfade?
Hat man Logos nicht eigentlich als Vektordatei vorliegen? ^^
Re: pfade?
normalerweise schon. übernahme eines auftrags, schlamperei in der dokumentation, ... sind dinge die uU eine vektordatei im bermudadreieck verschwinden lassen..
ein logo ist ja auch hier nur das anwendungsbeispiel.. was das objekt ist, ist ja letztendlich wurscht: blumenvase, häuserfront,... usw .. liegt hat nicht wirklich oft als vektorpaket vor
Klingt interessant...
... macht mich aber irgendwie skeptisch. 'Scharf' mit Treppcheneffekt will ja niemand. Da nähm ich lieber n bischen weiß mit und färb das nachträglich pink.
Re: Klingt interessant...
scharf ist vllt das falsche ausdruck.. wie du siehst ist ja auch kein treppeneffekt zu sehen.. "glatt" wäre wohl besser
Re: Klingt interessant...
Doch doch... da ist leider jede menge Treppcheneffekt :(