Verluste bei Transformationen begrenzen
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Dieser Artikel beschäftigt sich mit einem etwas schwierigerem Thema der Bildbearbeitung. Dabei geht es um den Einfluss auf die Qualität von Bildern durch mehrfache Transformationen. Oft werden Bilder bei der Gestaltung in Photoshop in mehreren Schritten skaliert, transformiert und am Ende nochmals kleiner skaliert, damit das Bild in den gewünschten Ausschnitt passt.
Das Problem was hierbei entsteht, jede Transformation berechnet die Pixel des Bildes neu. Wird ein Bild beispielsweise von 2*2 ( = 4 Pixel ) auf 1*1 ( = 1 Pixel ) runtergerechnet, so ist im kleinen Bild nur noch ein Viertel soviel Platz wie vorher. Das bedeutet, dass im kleinen Bild vier Pixel des großen Bildes zu einem Bild zusammengefasst werden.
Die Grafik zeigt uns, dass im kleinen 1*1 Pixel großen Bild auf der rechten Seite, also ein neuer Farbwerte aus den vier alten Farbwerten berechnet wurden. Dies geschieht bei jeder Transformation. Dadurch verlieren Bilder enorm an Schärfe und Qualität.
Im Bild unterhalb sehen Sie auf der linken Seite ein Foto, welches durch mehrfaches Transformieren runter skaliert wurde. Zum Vergleich auf der rechten Seite ist das Bild, welches in nur einem Transformationsschritt runter skaliert wurde.
Auf den ersten Blick sieht man zwischen den Bildern evtl. keinen Unterschied. Schaut man sich das Bild aber einmal genauer an, so kann man klare Unterschiede zwischen den beiden Versionen erkennen. Besonders die starke Struktur der Hauswand die im linken Foto auftritt sticht hervor.
Das das Bild auf der linken Seite schärfer wirkt, als das Bild auf der rechten liegt an den inzwischen sehr kleveren Transformations-Algorithmen die Adobe entwickelt hat. Photoshop schärft und glättet die Bilder bei jeder Transformation automatisch nach. Das Nachschärfen wird deutlich wenn man sich gerade Linien anschaut, die sich nun erhebliche von den Nachbarpixel absetzen. Im Kreis unten Links schön zu erkennen, der dünne, weiße Strich der neben dem Pfosten verläuft (im Kreis am unteren linken Rand).
Wir erhalten also erhebliche Qualitätsverluste, die vielleicht erst beim genaueren Hinsehen lokalisiert werden könne, jedoch schon beim kurzen Betrachter auffallen.
Einmalige Transformation mittels "Frei-Transformieren"
Haben Sie ein Bild über mehrere Schritte transformiert, beispielsweise skaliert über "Bild -> Bildgröße", rotiert über "Bild -> Arbeitsfläche drehen -> per Eingabe" und schließlich nochmals skaliert über "Bild -> Bildgröße", weil das Bild doch noch ein kleines Stück zu groß war, so haben Sie insgesamt schon drei Mal die Pixel Ihres Bildes neu berechnen lassen. Das Bild weißt jetzt bereits schon Qualitätsverluste auf. Am besten Sie merken sich wie Ihr Endresultat aussieht und nutzen die Photoshop History um drei Schritte zurück zu gehen.
Nutzen Sie daher lieber die Möglichkeiten die Photoshop Ihnen bietet um Bilder in einem Schritt zu Transformieren, wie das "Frei-Transformieren" Werkzeug. Mit diesem Werkzeug können Sie mehrfach skalieren, drehen und strecken ohne Neuberechnung von Pixel. Erst durch Bestätigung mit Enter-Taste werden die Pixel dann neu berechnet.
Perspektive und Verzerren mit dem "Frei-Transformieren" Werkzeug
Das Werkzeug gibt Ihnen ebenfalls die Möglichkeit Ihr Bild direkt zu verzerren oder perspektisch zu korrigieren. Somit haben Sie alle Transformationen in einem Werkzeug. Halten Sie folgenden Tasten gedrückt, um die entsprechende Transformation aufzurufen:
Strg-Taste: Verzerren
Strg+Alt-Taste: Verzerren über Diagonalen
Strg+Alt+Shift-Taste: Perspektivisch Verzerren
Zusammenfassung
Probieren Sie also die Anzahl Ihrer Transformationen möglichst gering zu halten. Mit jeder Transformation büßen Sie Qualität ein. Probieren Sie Endergebnisse möglichst direkt zu erreichen.






Jaaa
Das is voll lustig, du schreibst hier die ganzen wichtigen (!) dinge, die man als Photoshopianer kennt, aber (ich zumindest) nie weiter erzählen würde weil ich schlicht nie dran denken würde...
Zu dieser transformationsgeschichte hab ich auch mal n test - .NET-Paint vs. PS - gemacht. Bei beiden n bild 1 Grad drehen und wieder zurück. Photoshop hat hinterher beinahe die ausgangsqualität, bei .NET-Paint is das bild hinterher superweich gezeichnet + sonnem weichen treppcheneffekt (wie wenn man versuchen würde statt AntiAliasing nen weichzeichner zu verwenden)
was ich nur sagen will (und was der test aussagt):
Wenn Bilder Transformieren - Dann Richtig.... ähm...
Wenn Bilder Transformieren - Dann mit Photoshop ^^
Re: Jaaa
Bin selbst sehr erstaunt drüber mit welcher Qualität Photoshop inzwischen die Bilder nach Transformationen intelligent nachschärft oder weichzeichnet. So kommt es erst nach einigen Transformationen zu Qualitätsverlusten.
Fabian
Tastenkürzel sind toll, hier noch welche.
Zu den Tastenkürzeln, das verhalten ist wie beschrieben wenn man die Tasten vor dem Klicken zum Verändern drückt. Wenn man allerdings nach dem Klicken folgende Kombinationen drückt erhält man ein anderes Ergebnis:
Shift-Taste: Symmetrisch skalieren
Alt-Taste: aus der Mitte raus skalieren.
Das beides kann man miteinander kombinieren.
ps: Um es einfach mal zu erwähnen, Leertaste drücken soll sehr praktisch sein wenn man nicht alles sieht :)