Projekte optimal präsentieren

von Fabian Ziegler | 1 | 1 Kommentar | 3383 Aufrufe

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Eine Präsentation von Entwürfen und Projekten sollte, soweit möglich, immer persönlich geschehen. Bei der Präsentation von Entwürfen per Telefon oder Email fehlt Ihnen der direkte Rückkanal vom Kunden und Sie werden sich deutlich schwerer tun, aus Mimik, Körperhaltung oder Aufmerksamkeit des Kunden Rückschlüsse zu ziehen, die für die weitere Präsentation essentiell sein können.

Es versteht sich von selbst, dass Entwürfe oder Konzepte Ihr Haus niemals ohne entsprechende Anmerkungen verlassen sollten. Erst durch die Ergänzung von Erläuterungen und Anmerkungen, bekommt der Kunde ein Bild davon, was Ihre Ideen hinter einem Entwurf waren. Auf diese Weise bekommt der Kunde auch eine Gefühl dafür, wie sich die Kosten für seinen Auftrag rechtfertigen.

Anzahl an Entwürfen

Bei der Präsentation von Entwürfen sollten Sie niemals alle Ihre Entwürfe dem Kunden präsentieren. Wählen Sie stets ihre 2 oder 3 besten Entwürfe aus und präsentieren Sie diese ansprechend. Die übrigen Entwürfe sollten Sie natürlich trotzdem mit sich führen, für den Fall das Sie merken, dass die Wünsche des Kunden in eine bestimmte Richtung gehen.

Merken Sie, dass Ihr Kunde nicht 100% von den vorgestellten Ideen und Konzepten überzeugt ist, fangen Sie keinesfalls an den Kunden von Ihren Ideen zu überreden. Der Kunde wird dies schnell merken, was auch Konsequenzen für mögliche Folgeaufträge haben kann. Überzeugen Sie den Kunden von Ihren Ideen. Lassen Sie ihn nachvollziehen, warum Sie sich für A statt B entschieden haben, etc.

Auftreten

Damit Ihre Präsentation beim Kunden einen guten Eindruck hinterlässt, müssen Sie von den Entwürfen selbst überzeugt sein und diese selbstsicher präsentieren können. Zusätzlich ist wie bei allen Situation in denen Sie vor einer Gruppe reden von Vorteil:

  • Körpersprache
    Wirken Sie nach außen selbstsicher, Kopf hoch, Schultern nach hinten. Stehen Sie über den Dingen. Arbeiten Sie nicht nur verbal, sondern verwenden Sie Ihre Hände um Dinge zu verdeutlichen.
  • Infotainment
    Achten Sie dadrauf nicht in Fachsimpeleien abzuschwenken und Ihre Zuhörer bei Laune zu halten.
  • Rückkanal
    Beobachten Sie wie der Kunde auf Aussagen und Entwürfe reagiert und variieren Sie dementsprechend Ihre Präsentation, Argumente und Stimmung.

Handouts

Hinterlassen Sie beim Kunden immer eine gedruckte Version Ihrer Ideen oder Entwürfen. Nicht nur, dass ein gedrucktes Handout eine deutlich bessere Wirkung hat, auch wird sich der Kunde die Entwürfe eher nochmals durchsehen, wenn er keine Datei auf dem Computer öffnen muss.

Bei Handouts gilt generell: Immer erst nach der Präsentation ausgeben, ansonsten riskieren Sie, dass Ihre Zuhörer unaufmerksam werden.

Über den Autor: Fabian Ziegler
Meine Schwerpunkte liegen im Bereich Grafikdesign, SEO und Management. Seit sieben Jahren bin ich als Geschäftsführer der Team23 GbR tätig, die Webdesign in Augsburg anbietet, sowie Webmasterpro.de betreut.
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Noch ein paar Punkte
Beantworten

Ein paar Punkte die man meiner Meinung nach ebenfalls bei Präsentationen beachten sollte:

  • Spätestens beim Ende einer Präsentation sollte man den Teilnehmern die Möglichkeit geben Fragen zu stellen.
  • Sich für die Gedult/das zuhören am Ende zu bedanken zählt zum guten Ton
  • (Viele/Lange) Unterbrechungen durch Fragen und Diskussionen während der Präsentation können störend bzw. für die restlichen Zuhörer langweilig sein. Hier empfiehlt sich höflich auf die Fragerunde nach der Präsentation oder ein persönliches Gespräch wo dies geklärt werden kann zu verweisen.
  • Bei Präsentationen sollte man Seitenzahlen (Seite X von Y) bei Folien mit angeben. So gibt man dem Publikum die Möglichkeit einzuschätzen wie weit eine Präsentation fortgeschritten ist bzw. wie lange sie ist.
  • Ein "Inhaltsverzeichnis" bei dem man kurz auf die Haupt-Punkte am Anfang einer (größeren) Präsentationen schafft oftmals neugier und Struktur
  • Diese "Gruppierungen" kann man auch wie eine Art Faden durch die Präsentation ziehen um den Teilnehmern zu verdeutlichen wo man gerade ist.
  • Mit Animationen in Präsentations-Software sparsam umgehen. Simple (und tonlose!) Übergänge sind meist die bessere Wahl um jemanden für sich zu gewinnen.
  • Gerade bei komplexeren Themen ist das "herunterleiern" und "durchklicken" von Folien meist eher hinderlich. Hier lohnt es sich Whiteboards oder Flipcharts als zusätzliches Präsentationsmedium zu verwenden.
  • Ein "Backup Plan" schadet nie. Gerade bei kritischen Präsentationen sollten Sie immer einen Ausweichplan auf Lager haben. Beispiel: Es kann vorkommen dass die Lampe eines Beamers durchbrennt. Stellen sie daher sicher dass Sie auch ohne Beamer auskommen. Dies kann über Folien und einen Overhead Projektor erreicht werden.

Ist aber natürlich alles Ansichtssache.

Christopher Korn am 04.11.2007 um 22:01