Suchmaschinenoptimierung mit RSS Feeds

von telanda | 1 | 8169 Aufrufe

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Suchmaschinenoptimierung läuft über verschiedene Wege. Generell unterscheidet man zwischen Onpage- und Offpageoptimierung. Unter Offpageoptimierung versteht man vor allem den Aufbau von Backlinks, welche auf die zu optimierende Seite linken, denn die Anzahl der Links hat, neben vielen weiteren Faktoren, Einfluss auf das Ranking einer Seite.

Dabei greifen sogenannte SEOs, also Suchmaschinenoptimierer, zu verschiedenen Tricks und Kniffen, um Backlinks aufzubauen. In diesem Beitrag soll einer dieser Tricks vorgestellt werden: Es handelt sich um die Suchmaschinenopitimierung mit Hilfe von RSS-Feeds.

Zunächst: Was sind RSS-Feeds? Das RSS-Format ist ein maschinenlesbares Dateiformat, welches für gewöhnlich die letzten Artikel eines Blogs als Snippets enthält. Diese Dateien können dann von sogenannten RSS-Readern ausgelesen werden. "Abonniere" ich also ein RSS-Feed erhalte ich automatisch durch meinen Reader eine Information, wenn ein neuer Artikel auf einem meiner Lieblingsblogs erscheint. Beinahe jede Webseite bietet seinen Besuchern heutzutage RSS-Feeds an, um so die Leser an sich zu binden.

Im Internet gibt es nun zahlreiche RSS-Verzeichnisse, welche RSS-Feeds nach bestimmten Kategorien sortiert dem Besucher anbieten. Diese Webseiten funktionieren ganz ähnlich, wie die guten alten Webkataloge, welche Webseiten in Kategorien einsortierten und dem Besucher so einen Überblick über bestimmte Themengebiete verschaffen konnten. Auch Webkataloge waren (und sind es auch heute noch in gewissem Umfang) eine beliebte Quelle für Backlinks.

RSS-Verzeichnisse verzeichnen also RSS-Feeds. Das interessante ist, dass sie diese Feeds auf eigenständigen Feedpräsentationen darstellen, um so den Besuchern einen schnelleren Überblick über die Inhalte eines Feeds zu geben. Dazu lesen sie das aktuelle Feed aus und stellen dessen Inhalte dar. Dabei lesen sie dann natürlich auch die Links zu den einzelnen Artikeln aus und verlinken die jeweiligen Artikel zu ihrem Original. So kann man RSS-Feeds zum Linkaufbau nutzen.

Überlicherweise werden nach dem Eintragen des RSS-Feeds in der Feedpräsentation der Link zur Webseite, der Link zum RSS-Feed, sowie die unterschiedlichen, in dem aktuellen Feed enthaltenen Artikellinks untergebracht. Das interessante sind nun eben jene Artikellinks. Denn, wenn der Blogbetreiber einen neuen Artikel verfasst, so wird dieser im RSS-Feed eingespeist und anschließend automatisch in den Feedpräsentationen der RSS-Verzeichnisse dargestellt. Ohne, dass der Autor etwas tun müsste, erhält er so auf seine neusten Artikel auch gleich neue Links.

Dies ist gerade bei neuen Artikeln, welche eine gewisse Aktualität besitzen und möglichst zeitnah in den Serps (Suchergebnislisten) weit oben erscheinen sollen, sehr interessant und zwar aus zweierlei Gründen:

  • Zum einen erhält man natürlich automatisch die Backlinks aus den Verzeichnissen auf den jeweiligen Artikel
  • Zum anderen aber auch beschleunigt sich dadurch die Indexierung eines Artikels, da Google natürlich schneller auf den Artikel aufmerksam wird, wenn es diesen in verschiedenen RSS-Verzeichnissen vorfindet.

Ähnlich wie bei Webkatalogen gibt es auch RSS-Verzeichnisse mittlerweile wie Sand am Meer. Sich dort überall einzutragen kann sehr mühsam werden. Wer ein neues Webprojekt schonmal in verschiedene Webkataloge eintragen wollte, der kennt das Problem. Man muss sich zunächst eine Liste zusammenstellen und dann beginnt ein stundenlanges Ausfüllen von Formularfeldern, möglichst mit individuellen Beschreibungen, Titeln und so weiter und so fort.

Abhilfe schaffen hier sogenannte Feed Submitter. Dort reicht ein einmaliger Eintrag und die Auswahl, in welche Verzeichnisse man das Feed eintragen möchte, und es geht los. Im folgenden möchte ich einige dieser Submitter mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen.

Tools.950buy

http://tools.950buy.com/rss-submit/

Der Submitter von 950buy ist kostenlos und deckt vor allem den englischsprachigen Markt ab. Insgesamt kann man sich in 27 amerikanische Verzeichnisse eintragen. Neben der geringen Anzahl ist hier vor allem ein Nachteil, dass man hier nicht die jeweilige Kategorie wählen kann, in welche man sich eintragen möchte. Und, wer für den deutschen Markt optimiert, für den sind diese Links weniger interessant. Hinzu kommt, dass einige der Verzeichnisse schon gar nicht mehr aktiv sind, und sich dahinter nur noch SEDO-Parkplätze verbergen. Der große Vorteil ist sicherlich, dass das Tool kostenlos ist.

Extralab

http://www.extralabssoftware.com/rss-submit.htm

Auch die Entwickler von Extralab stellen einen Submitter zur Verfügung. Gegenüber dem Submitter von 950buy verspricht es schonmal, dass die Datenbank aktuell gehalten wird. Auch dieser Dienst deckt vor allem den amerikanischen Markt ab und trägt hier vor allem in Ping-Dienste ein. Eine Auswahl von Kategorien findet auch hier nicht statt. Eine Personal Licence kostet 29,95 US-Dollar und enthält ein einjähriges Update der Datenbank. Ab 49,95 US-Dollar erhält man eine Lizenz, welche die Datenbank ein Leben lang updatet.

Der Feed Submitter

http://www.feed-submitter.net

Der Feed Submitter ist ein Submitter, welcher sich vor allem auf den deutschsprachigen Raum konzentriert. Im Gegensatz zu den meisten Submittern handelt es sich hierbei nicht um eine Software, welche heruntergeladen wird, sondern um einen Webservice, für welchen man sich registrieren muss. Somit können also nicht nur Windows, sondern auch Linux und Mac-User dieses Programm ohne weiteres bedienen. Der Service kostet 25,95 Euro im Jahr. Der Vorzug gegen die meisten Softwareprodukte ist, dass die Datenbank damit ständig aktuell ist. Derzeit sind mehr als 100 RSS-Verzeichnisse, wovon ein Großteil deutschsprachige Verzeichnisse sind, in der Datenbank enthalten. Interessant ist der Funktionsumfang des Submitters. Man kann mehrere Feeds auf einmal, in einem Task, abhandeln. Man kann auswählen, in welche Kategorien ein Feed eingetragen werden soll und je nachdem, welches RSS-Verzeichnis man auswählt, werden die notwendigen Datenfelder zum erfolgreichen Eintrag dargestellt. Da viele Verzeichnisse bei diesen Datenfeldern Vorgaben über Zeichenanzahl und dergleichen machen, werden hier auch gleich Hinweise mitgeliefert, wie viele Zeichen und so weiter man nutzen sollte, und wie viele man schon genutzt hat. Interessant ist auch die Möglichkeit Spintax zu benutzen, um so trotz automatischem Eintrag individuellere Feedpräsentationen zu erhalten. Sollte ein Eintrag trotzdem einmal nicht erfolgreich ablaufen, kann man ihn schnell und bequem manuell nachbearbeiten und kommt auf eine schon ausgefüllte Eingabemaske, in welcher die notwendige Korrektur gleich mit angezeigt wird. Daneben bietet der Feed Submitter eine ausführliche Dokumentation aller Funktionen in deutscher Sprache.

Bulkping

http://www.bulkping.com/free-rss-submit-online/

Mit Bulkping haben wir wieder einen kostenlosen Vertreter dabei, der im wesentlichen den gleichen Funktionsumfang und die gleichen Verzeichnisse bereithält, wie das Tool von 950buy.

RSSLaunch

http://www.seodiscovery.org/free-rss-submitter

RSSLaunch gibt es schon für einen Tweet. Die englischsprachige Windows-Software hat insgesamt 22 Verzeichnisse (Pingdienste und RSS-Verzeichnisse) in seiner Datenbank, wobei manche Eintragungen semi-automatisch vorgenommen werden, d. h. der Benutzer noch den Captcha-Code ausfüllen muss, bevor ein Eintrag abgeschlossen werden kann. Ein großer Nachteil ist sicherlich, dass die Datenbank hier die kleinste unter den Submittern ist. Aber dafür kostet das Tool auch so gut wie nichts; außer einem Tweet ;).

Submitsuite.de

http://www.submitsuite.de/produkte/feed-submitter.htm

Von den Entwicklern von SubmitSuite gibt es ebenfalls einen Feed Submitter. Doch, obwohl die Webseite deutschsprachig ist, konzentriert sich die Software auf den englischsprachigen Markt. Zum einen ist das Interface der Windows-Software in Englisch, zum anderen auch die Auswahl der RSS-Verzeichnisse. Beeindruckend ist derzeit die Anzahl der in der Datenbank hinterlegten Verzeichnisse. Mehr als 200 sollen es sein. Das Programm selbst kostet 45 Euro.

Mit Hilfe dieser verschiedenen Submitter kann man sich nun den Eintrageprozess erheblich vereinfachen. Auf einige Dinge sollte man allerdings noch achten. Zum einen sollte man nicht die kompletten Blogposts in dem RSS-Feed veröffentlichen, welches man eintragen möchte. Gerade, wenn ein RSS Verzeichnis sehr bekannt ist, kann es so passieren, dass die Feedpräsentation des Verzeichnisses in den Suchergebnislisten vor den eigentlichen Artikeln landet. Außerdem können RSS-Feeds zur Suchmaschinenoptimierung ihre Wirkung natürlich nur im Rahmen einer größeren SEO-Strategie und in einem Backlinkpool entfalten, der nicht nur RSS-Verzeichnisse enthält.

Über den Autor: telanda
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