So gehen Sie bei der Unternehmensgründung vor

von Wolfgang Schneider | 16 | 0 Kommentare | 3209 Aufrufe

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Sie haben eine revolutionäre Idee, haben eine Produktnische entdeckt oder eine unbefriedigte Nachfrage nach einer Dienstleistung festgestellt? Das sind die besten Voraussetzungen, um ein Unternehmen zu gründen und damit erfolgreich zu sein. Doch was nun? Wie können Sie Ihren Plan in die Tat umsetzen? Für Gründer kann der Start in der Unternehmenswelt ganz schön konfus und überfordernd sein, weil sehr viele Aufgaben auf einmal anfallen. Am besten Sie legen sich einen detaillierten Zeitplan an, in den Sie die Einzelschritte Ihres Vorgehens eintragen und der Platz für Ergänzungen lässt, die Ihnen erst im Lauf der Zeit klar werden. Einige Kriterien dürfen aber auf keinen Fall fehlen.

Konkretisierung der Idee

Zunächst sollten Sie Ihre Geschäftsidee weiter konkretisieren. Bestimmen Sie dazu auch, wer Ihre Zielgruppen sind. Das hilft Ihnen, das Produkt oder die Dienstleistung zu optimieren und geeignete Marketingmaßnahmen zu bestimmen.

In diesem Zug sollten Sie auch Ihre USPs, Ihre Unique Selling Propositions, festhalten. Gleichzeitig sollten Sie in einer SWOT-Analyse Ihren Alleinstellungsmerkmalen Ihre Schwächen gegenüberstellen. Überlegen Sie, wie Sie welche Schwächen kompensieren können und was für Chancen und Risiken sich in Ihrer Situation ergeben.

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Marktanalyse und Standortwahl

Eng damit verbunden ist die Analyse des Marktes und der Konkurrenz. Fragen, die Sie sich stellen können, lauten wie folgt:

  • Wer sind die Marktführer und warum?
  • Was können Sie besser machen als Ihre Konkurrenz?
  • Wie hoch sind Angebot und Nachfrage?
  • Wie viel Geld gibt Ihre Zielgruppe für entsprechende Produkte und Leistungen aus?
  • Mit welchen Werbemitteln sind potentielle Kunden erreichbar?

Präzisieren Sie Ihre Ergebnisse ein zweites Mal für den Standort, den Sie für Ihr Unternehmen ausgewählt haben. Beziehungsweise suchen Sie einen passenden Standort, an dem die Markt- und Konkurrenzsituation für Sie günstig ist. Falls Sie Artikel oder Dienstleistungen im Internet vertreiben möchten, sollten Sie ebenfalls darüber nachdenken, nicht nur eine eigene Homepage zu eröffnen, sondern auch bei Zwischenhändlern, marktrelevanten Portalen etc. präsent zu sein.

Finanzierung und Rechtsform

Stellt sich nur noch die Frage, wie Sie Ihr Unternehmen finanzieren und in welcher Rechtsform Sie es umsetzen. Momentan sind Zinsen günstig. Dennoch sollten Sie sich zu möglichen Krediten ausführliche Informationen einholen, um die besten Konditionen zu finden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist eine gute Anlaufadresse. Sie vergibt beispielsweise Startgeld bis 100.000 Euro ohne Eigenkapital. Zudem bietet sie Gründerkredite an, wenn Sie anfangs hohe Investitionen zu stemmen haben. Aber auch ein Eigenkapitalprogramm ist denkbar. Vom Staat können Sie ebenfalls Zuschüsse bekommen, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Mittlerweile gibt es auch viele erfolgreiche Beispiele, die sich mittels Crowdfunding finanziert haben. Entscheiden Sie individuell, ob das für Sie in Frage kommt.

Die Finanzierung spielt auch bei der Wahl einer geeigneten Rechtsform eine Rolle. Machen Sie hier den Test, um eine erste Idee zu bekommen, welche Rechtsform zu Ihnen passt. Neben dem Startkapital interessieren die Haftungsübernahme sowie die formalen Aspekte. Grob sollten Sie sich als erstes zwischen folgenden Formen entscheiden:

  • Personengesellschaft
  • Kapitalgesellschaft
  • Einzelunternehmen
  • Selbständiger Freiberufler

Erst dann können Sie weiter differenzieren, zum Beispiel zwischen einer Aktien- und einer Kommanditgesellschaft oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Im Anschluss müssen geeignete Verträge ausgearbeitet werden.

Unterstützung und Outsourcing

Sie sollten auch überlegen, welche Aufgaben in Ihrer Firma anfallen und ob Sie die alle selbst bewältigen können. Spätestens bei Marketing, Logistik, Gehaltsabrechnung oder Buchhaltung stoßen Sie vielleicht an Ihre Grenzen. Holen Sie sich daher Unterstützung in Form von:

  • Softwarelösungen
  • Auslagerung
  • Mitarbeitern

Wenn Sie aber absehen können, dass Sie längerfristig professionelle Hilfe in größerem Umfang benötigen, rentiert es sich auch Mitarbeiter mit ins Unternehmen zu holen.

Möglicherweise schaffen Sie die Aufgaben ja doch selbständig, wenn Sie ein professionelles Softwareprogramm verwenden. Diese Programme sind so konzipiert, dass Sie sich nicht erst Ihre eigenen Strukturen aufbauen müssen, sondern die Organisation schon vorgegeben ist und Sie diese nur noch mit Ihren Inhalten füllen müssen.

Viele davon können Sie einfach per Download im Internet bekommen zum Beispiel die Lohn- und Gehaltssoftware von Lexware. Solche Lohn- und Gehaltssoftwares zeigen Ihnen übersichtlich, aus welchen Komponenten sich das Bruttogehalt zusammensetzt. Aber beispielsweise auch vermögenswirksame Leistungen lassen sich so ohne Fehler neben den Löhnen verbuchen.

Für andere Arbeiten bietet es sich an, Fremdfirmen zu engagieren, die Ihnen unter die Arme greifen. Das kann billiger sein als einen Mitarbeiter festanzustellen und Sie sind gerade zu Beginn sehr flexibel, da Sie die Dienste auch einfach wieder abbestellen können, wenn sich in Ihrem Start-up etwas ändert.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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