Vom einfachen Blog zur Marke: So entwickelst Du Profil

von Julian Beyrle | 7 | 1608 Aufrufe

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Du schreibst nun schon eine ganze Weile unglaublich qualitätsvollen Content, hast deine Zielgruppe genauestens analysiert und sorgst regelmäßig für Nachschub… Höchste Zeit, den nächsten Schritt zu gehen und das Marketing anzukurbeln.

Kümmern wir uns also um den Aufbau einer Marke!

Ja, du hast richtig gehört, denn nicht nur Produkte können einer Marke angehören, auch für Personen oder andere Dinge lässt sich ein Markenprofil entwickeln. Das gewisse Etwas, der rote Faden oder ein bestimmtes Merkmal, das für den notwendigen Wiedererkennungswert sorgt ist damit gemeint.

Ein Blog ist ein großartiges Instrument um eine Marke aufzubauen und umgekehrt ist es sinnvoll, ein eigenes Profil zu entwickeln, wenn der Blog langfristig erfolgreich sein soll.

Bild von Frau vor Laptop beim entwickeln eines Profils

Warum ist eine Marke so wichtig?

Marken sind uns zunächst von großen Konzernen oder von beliebten Produkten bekannt. Coca-Cola, Nike oder Apple – diese Brands sind auf der ganzen Welt zu finden. Sie haben sich ihren Bekanntheitsgrad über längere Zeit erarbeitet und sind aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Sie bereichern unser Leben mit bestimmten Produkten, die sich überall großer Beliebtheit erfreuen. Doch was machen sie anders als ihre weniger erfolgreichen Konkurrenten?

Die Antwort ist:

Sie transportieren ein gewisses Lebensgefühl.

Die Unternehmen, welche hinter den Produkten versteckt sind, haben es geschafft, uns mit dem Verkauf ein gewisses Lebensgefühl zu vermitteln. Sie verbinden die angebotene Ware mit einer emotionalen Komponente. Wenn wir die Dinge nutzen oder konsumieren, werden wir ein Teil davon. Die besondere Aura der Marke und Eigenschaften, die wir mit den Produkten verbinden strahlen auf uns ab.

Eine Marke schafft Vertrauen.

Ihre Produkte zeichnen sich durch eine gewisse Qualität aus. Ein besonders guter Geschmack, hochwertige Materialien aber auch gutes Design sind solche Kriterien, welche als Vorzüge den bestimmten Wert der Marke ausmachen. Wir wissen, was wir bekommen, wenn wir uns für ein Markenprodukt entscheiden.

Wie kann ich das auf meinen Blog übertragen?

Rechtlich gesehen ist eine Marke ein besonderes Warenzeichen, welches sich durch Eintragung schützen lässt. Durch das Markenzeichen werden die Waren oder Produkte gekennzeichnet und so wiedererkennbar. Auch ein Blog kann sich durch bestimmte Qualitäten auszeichnen und sich so von anderen abheben. Das Branding kann auch hier durch den Namen oder gewisse andere Merkmale nach außen getragen werden.

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Manche Blogs verfügen bereits über ein gewisses Image. Die Personen, welche regelmäßig deinen Blog lesen (oder lesen sollen), wissen, dass sie dort bestimmte Informationen zu einem Thema bekommen. Eine Marke geht dabei jedoch noch weiter. Ein Image zeichnet sich durch bestimmte, klar definierte Kriterien und Eigenschaften aus. Sie sorgen für den jeweiligen Charakter eines Produkts oder auch einer Person. Allerdings können diese Eigenschaften auch für mehrere gleichzeitig gelten.

Die Marke hingegen verfügt über ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Eine Besonderheit, die nirgendwo sonst auftaucht und für die nötige Einzigartigkeit sorgt. Das Markenzeichen steht dabei symbolisch für diese Attribute. Und in der greifbaren Welt manifestieren sich diese Charakteristika durch ein Produkt oder auch eine Dienstleistung.

Und wie funktioniert das jetzt in der Praxis?

Eine Marke lässt sich nicht auf die Schnelle etablieren. Vielmehr ist Geduld gefragt und der Aufbau einer Brand natürlich mit Arbeit verbunden. Wir zeigen dir welche Schritte dazu möglich oder nötig sind:

Das passende Design

Die Optik und das Aussehen eines Blogs spielen eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung von außen – wenn nicht die wichtigste! Der erste Blick ist meist ausschlaggebend dafür, ob eine Seite gefällt oder nicht. Verschiedene Merkmale vermitteln deinen Lesern dabei, welchen Inhalt sie erwarten können.

Die farbliche Gestaltung kann beispielsweise bestimmte Merkmale repräsentieren. Mit der richtigen Wahl kann etwa eher ein weibliches oder männliches Publikum angesprochen werden. Manche Farben repräsentieren Dynamik, andere Seriosität. Eine Seite über Rechtsfragen im kunterbunten Regenbogendesign wirkt wenig vertrauenswürdig. Und der Livestyle-Blog in drögem Grau eher langweilig. Hier kannst du visuell also bereits sehr grundlegende Weichen stellen.

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Das Logo ist ebenfalls ein wichtiger Schritt, als Marke erkennbar zu sein. Sie ist als visuelles Merkmal für die sofortige Wiedererkennung zuständig und vereint in ihrer Gestaltung die verschiedenen charakteristischen Eigenschaften, welche deinen Blog auszeichnen.

Es sollte gut sichtbar auf jeder Seite des Blogs vorhanden sein. Doch nicht nur im Header der Webseite, auch auf den verschiedenen Profilen der sozialen Netzwerke sorgt das Logo dafür, als Marke erkennbar zu sein. Es funktioniert als verbindendes Element zwischen den einzelnen Plattformen und zeigt, dass alle zusammengehören.

Wenn deine Beiträge und Artikel einem bestimmten Gestaltungsschema folgen, kannst du mit der Zeit einen gewissen Stil etablieren. Bei aller Vielfalt sorgt ein homogenes Erscheinungsbild dann dafür, dass das visuelle Erlebnis mit den Inhalten verknüpft wird und als Bild bei deinen Lesern hängenbleibt.

Der individuelle Schreibstil

Ein Blog lebt von seinem Content und dieser besteht zumeist aus geschriebenen Texten. Mit einem individuellen Schreibstil kannst du dich ebenfalls von anderen Seiten hervorheben und für ein unverwechselbares Merkmal sorgen. Wie du deine ganz eigene Schreibe entwickeln kannst, kannst du in unserem Artikel zu diesem Thema herausfinden.

Der Schreibstil orientiert sich stark an dem entsprechenden Zielpublikum. Je nach Personengruppe ist eine seriösere Ausdrucksform notwendig oder kann auch mal eine persönliche Ansprache verwendet werden.

Auch bei bild- oder grafiklastigen Blogs findet sich der ein oder andere Text zwischen Fotos und Abbildungen. Headlines oder selbst Bildunterschriften können mit der richtigen Formulierung die nötige Aufmerksamkeit erregen. Auch dazu findest du zahlreiche Beispiele zur Optimierung auf unserer Webseite.

Die Usability nicht vergessen

Für einen gut funktionierenden Blog ist der Aufbau der Webseite sehr wichtig. Das Layout und die Anordnung verschiedener Elemente wirken sich auf die Benutzerfreundlichkeit aus. Hier sind einige Punkte, die du dabei bedenken solltest:

• Die Startseite sollte nicht zu überladen sein, damit sich deine Nutzer auf den ersten Blick schnell orientieren können.

• Eine einfache Menüstruktur, die sich intuitiv erschließt hilft dabei, dass Inhalte schnell gefunden werden können.

• Verschiedene Bereiche auf der Seite, wie die Sidebar oder der Fußbereich kannst du mit zusätzlichen Optionen bestücken. Auch hier gilt: Weniger ist oft mehr!

• Interne Verlinkungen und Hinweise auf weitere Inhalte sorgen dafür, dass deine Besucher länger auf der Seite verweilen und mehr über dein Angebot kennenlernen.

Um Interesse für andere Artikel zu wecken oder auch als alternative Navigationsform kann beispielsweise eine Stichwortwolke gut funktionieren. Wenn deine Seite übersichtlich aufgebaut ist, und wichtige Navigationselemente oder Call-to-Action Buttons deutlich sichtbar sind, findet sich dein Nutzer schnell zurecht. Wer dagegen lang nach einem gewünschten Inhalt suchen muss, oder sich von einer zu großen Fülle an Möglichkeiten erschlagen fühlt, klickt schnell weiter.

Die notwendige Qualität

Eine gute Marke zeichnet sich unter anderem auch durch gute Qualität aus. Bei einem Blog können das verschiedene Punkte ausmachen. Zum einen kann die Qualität darin bestehen, dass auf deiner Seite Inhalte zu finden sind, die einzigartig, und so an anderer Stelle nicht zu finden sind.

Zum anderen ist natürlich eine hochwertige Aufmachung, gute Recherche zu den Inhalten oder auch ein professioneller Schreibstil ausschlaggebend für die Qualität. Achte auf eine gute Bildauswahl oder bearbeite bestimmte Fotos eventuell nach und passe sie an dein Designkonzept an.

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Die Reichweite ausbauen

Kontinuität ist für jeden Blogger wichtig. Wer regelmäßig neuen Content postet hält seine Leser bei der Stange. Auch Google mag es, wenn stets neue Inhalte zur Verfügung gestellt werden. Zudem können die verschiedenen sozialen Netzwerke genutzt werden, um seinen Blog aktiv zu vermarkten.

Viele finden den Einstieg zur Webseite über eine der Plattformen. Die Inhalte eines neuen Posts können dort unter Berücksichtigung der spezifischen Möglichkeiten angekündigt oder beworben werden. Teilfunktionen und der grundlegende Netzwerkcharakter dieser Medien sorgen für noch mehr Reichweite.

Auch durch Gastbeiträge auf anderen Blogs kannst du neue Leser gewonnen werden. Wenn du zudem dafür sorgst, dass deine eigene Seite mit verlinkt wird, bekommt dein eigenes Schätzchen die begehrten externen Links.

Langfristig von einem guten Image profitieren

Eine Marke ist kein statisches Gebilde. Einmal aufgebaut und eine gewisse Reichweite erzielt, muss sie ständig gepflegt, aber auch weiterentwickelt werden. Unsere heutige Zeit entwickelt sich rasant weiter und immer neue Trends prägen den Markt. Wenn du vorne mit dabei bleiben willst, solltest du dir die aktuellen Strömungen genau ansehen, denn sie stecken voller Potential auch dein eigenes Profil weiterzuentwickeln.

Es ist notwendig, dabei das gewisse Durchhaltevermögen mitzubringen, denn eine Marke etabliert sich nicht von heute auf morgen. Oft lohnt es sich, sich Gedanken über die Entwicklung zu machen und bestimmte Meilensteine zu definieren. Wenn du genau vor Augen hast, wie dein Ziel aussieht, fällt es leichter, Strategien zu entwickeln, um die Wünsche in die Realität umzusetzen.

Blog Branding oder Personal Branding sorgt schlussendlich für einen höheren Wiedererkennungswert und kann damit langfristig auch mehr Besucher bringen.

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Foto 1:Fotolia, © olly

Über den Autor: Julian Beyrle
Studiert Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Augsburg. Absolviert derzeit ein Praktikum im Bereich Online-Marketing bei Team23.
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