AGPLv3 erschienen
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Die AGPL (Affero GPL) entspricht weitgehend der GPL, sie ist aus der Notwendigkeit entstanden klare Richtlinien für den Netzwerkeinsatz zu schaffen und trotzdem eine Lizenz wie die GPL nutzen zu können. So basiert jede Version der AGPL auf der GPL und fügt nur eine Klausel hinzu, die die Verwendung von AGPL-Software im Netzwerk regelt.
So fordert die AGPL, dass ein Benutzer den Quelltext einer Software selbst dann einsehen darf, wenn er diese Software nur über das Netzwerk benutzt wie das beispielsweise bei Webanwendungen der Fall ist. Hierbei muss auch geänderter Quelltext freigegeben werden, ein Link auf das Orginalpaket reicht nicht.
Die GPL enthält keine spezielle Klausel für diesen Fall. Der Paragraph über die Weitergabe von Code wird zwar von einigen als ausreichend angesehen um auch die Weitergabe über das Netzwerk abzudecken (beispielsweise bei Templates unter der GPL), vor Gericht wurde diese Annahme bisher aber nicht bestätigt und auch die Meinungen von Juristen gehen diesbezüglich weit auseinander.
Die APGL bleibt hierbei soweit möglich kompatibel zur GPL. So kann AGPL-Software Bibliotheken, die unter der GPL stehen, nutzen. Der umgekehrte Fall ist auch möglich, da AGPL-Bibliotheken, die in GPL-Software verwendet werden, meist nicht über das Netzwerk kommunizieren und somit die Zusatzklausel für den Netzwerkeinsatz unbedeutend ist.
Der komplette Lizenztext der AGPLv3 kann auf den Seiten der FSF heruntergeladen werden.


