Google verbannt AdWords-Anzeigen aus den Suchergebnissen

von Wolfgang Schneider | 0 | 2520 Aufrufe

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Google hat in den letzten Tagen nun offiziell eine Änderung bei der Ad-Platzierung in der Google-Suche bekanntgegeben. Es handelt sich dabei um eine der wohl gravierensten Änderungen des Ad-Layouts der Google-Ergebnisseite. In Zukunft sollen nämlich keine Adwords-Ads mehr in der rechten Seitenleiste erscheinen. Lediglich die bekannten Product Listing Ads, welche aus Google Shopping kommen, sollen nach wie vor in der rechten Seitenleiste angezeigt werden. Diese gravierende Änderung sollte vor allem den Usern und dem Google Knowledge Graph (Auszüge aus Wikipedia bei bestimmten Personen o.Ä.) zugute kommen.

Dabei wird diese grundlegenden Änderung der Ad-Positionen auch die bisher drei wichtigsten Ads auf den drei Top-Positionen betreffen. So soll es in Zukunft bei besonders komerziellen Anfragen vier anstatt bisher drei Top-Ads geben und in Einzelfällen sollen diese dann auch nur am Ende der Suchergebnisse (SERPs) angezeigt werden. Für kommerzielle Suchbegriffe gibt es so in Zukunft auch wieder für organische Ergebnisse die Möglichkeit auf der wirklich ersten Position zu stehen.

Google äusserte sich zu den Anpassungen folgendermaßen:

We’ve been testing this layout for a long time, so some people might see it on a very small number of commercial queries. We’ll continue to make tweaks, but this is designed for highly commercial queries where the layout is able to provide more relevant results for people searching and better performance for advertisers.

Laut diesem Zitat ist das neue Anzeigenlayout bereits seit längerer Zeit bei manchen kommerziellen Suchen im Einsatz und wurde so ausgiebig getestet. Auf Basis dieser Test stellte man fest, dass das neue Layout vor allem für stark kommerzielle Suchanfragen dem User einen höheren Nutzen und den Werbetreibenden eine bessere Performance bietet.

Änderungen des Ad-Layouts auf einen Blick

  • Es wird in Zukunft weniger Anzeigenplätze auf der ersten Suchergebnisseite bei gleichbleibender Wettbewerberzahl geben. Anstatt maximal 10 Anzeigenplätze wird es in Zukunft maximal noch 7 Plätze auf der ersten Seite geben. Dies wird sich auch in einem allgemeinen Anstieg der CPCs (Kosten per Klick)
    äussern, da weniger Anzeigenplätze zur Verfügung stehen.
  • Google Shopping und Google Knowledge Graph erhalten dadurch wesentlich mehr Fläche. Google Shopping wird dadurch für Onlineshops nochmal deutlich interessanter.
  • Durch die Einschränkung des Werbeplätzes gewinnen AdWords-Anzeigenerweiterungen deutlich an Bedeutung. Durch Anzeigenerweiterungen wir Sitelinks und Callouts kann der nun weniger verfügbare Platz noch besser zum eigenen Vorteil genutzt werden.

Tipps für Werbetreibende mit AdWords

Beobachten Sie die Performance Ihrer Kampagnen und Anzeigengruppen in den nächsten Wochen und werten Sie diese regelmäßig anhand der KPIs (Key Performace Indikatoren) aus. Wenn Sie hier in den nächsten Wochen keine aktiven Änderungen an den Kampagnen und Anzeigengruppen vornehmen, können Sie durch Vergleich der KPIs die Auswirkunden des neuen Ad-Layouts testen.

Quelle: http://www.thesempost.com/google-adwords-switching-to-4-ads-on-top-none-on-sidebar/

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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