Mozilla: Direct2D-Hardwarebeschleunigung für Firefox

von Wolfgang Schneider | 0 | 6 Kommentare | 3628 Aufrufe

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Mozilla hat jetzt seine Nightly-Builds genannte Entwicklerversion des Firefox mit einer Direct2D-Unterstützung versehen. Damit kann der Browser jetzt auf die Hardwarebeschleunigung von modernen Grafikkarten zurückgreifen.

Bereits im November vergangenen Jahres kündigte die Entwicklungsabteilung von Mozilla das Vorhaben an, Firefox mit einer Direct2D-Unterstützung ausstatten zu wollen. Die von Microsoft entwickelte Direct2D-Technik wird dabei von Windows 7, Windows Server 2008 sowie Vista unterstützt. Dabei wird gezielt die Beschleunigungsfunktion modernen Grafikkarten ausgenutzt, was sich in einem erheblichen Leistungsschub vor allem bei der Darstellung von Vektorgrafiken zeigen dürfte.

Parallel dazu kündigte auch Microsoft für den kommenden Internet Explorer 9 ebenfalls den Einsatz der Dircet2D-Technologie an. Hier sollen vor allem weichere Animationen und eine Steigerung der Bildrate erreicht werden. Mozilla kam hier aber zuvor und implementierte die Hardwarebeschleunigung in die Nightly-Builds-Version noch bevor Microsoft eine erste Testversion des IE 9 veröffentlichen konnte. Somit ist Firefox der erste Browser, der diese Technologie aktiv nutzen kann.

Um Direct2D aktiv nutzen zu können, muss der User eine entsprechende Funktion in der about:config aktivieren. Hierzu muss man die Einstellung gfx.font_rendering.directwrite.enable auf "true" setzen. Zusätzlich muss die Einstellung mozilla.widget.render-mode mit der Value 6 hinzugefügt werden. Die aktuellen Nightly-Builds findet man unter ftp.mozilla.org zum Download.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Student für Interfacedesign auf Diplom im 7 Semester an der Merz-Akademie Stuttgart. Portfolio: Webdesign und Webentwicklung in Stuttgart, Böblingen und Sindelfingen
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Kommentare: Mozilla: Direct2D-Hardwarebeschleunigung für Firefox

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Linux?
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Interessanter Ansatz...aber wie wollen die das unter Linux oder auch Mac machen? Da gibt es kein Direct2D...nutzen die dann OpenGL? Und wenn ja, warum dann nicht in Windows auch? Würde doch das Portieren viel einfacher machen...

Thomas Rix am 01.03.2010 um 13:03
Re: Linux?
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Direct2D ist eine High-level API um Vektorgrafiken zu Zeichnen. Das mit OpenGL zu machen bedeutet einen großen Aufwand. Erklärt der Entwickler hier.

Thomas H am 01.03.2010 um 14:25
Re: Linux?
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In den letzten paar Nightlys vom Firefox war bereits die OpenGL (Stichwort: WebGL) Unterstützung enthalten, jetzt ziehen sie eben mit der Windowsunterstützung nach.

Patrick Freitag am 01.03.2010 um 13:53
Re: Linux?
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WebGL ist etwas ganz anderes. Und das gibt es schon länger für den Windows-build. Die Beschleunigung hier ist für 2D-Grafiken und Text. WebGL ist für 3D-Grafiken.

Thomas H am 01.03.2010 um 14:18
Re: Linux?
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Das erklärt natürlich so einiges. ;)

Patrick Freitag am 01.03.2010 um 15:29
Re: Linux?
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Soweit ich weiß kann OpenGL garkein 2D-kram... sowas wird afaik via orthographischen projektionen gefaked...

Simon Bethke am 02.03.2010 um 13:02