Umfrage: Internet als Grundrecht des Menschen
Anzeige Hier werben
Eine Umfrage im Auftrag der Britischen Rundfunkanstalt BBC hat jetzt ergeben, dass von knapp 28.000 Befragten, für 80 Prozent der Zugang zum Internet ein grundlegendes Recht sein soll. Dabei betrug der Anteil der Befragten mit einem Internetzugang ungefähr die Hälfte aller Teilnehmer der Umfrage aus rund 26 Ländern.
Demnach äußerten sich von den 14.306 Befragten mit Internetzugang knapp 87 Prozent mit der Ansicht das ein Internetzugang als Grundrecht zu sehen sei. Bei der anderen Hälfte der Befragten, die keinen eigenen Internetzugang besitzen, äußerten sich trotzdem fast 71 Prozent für die grundrechtliche Verfügung eines Zugangs.
Die Umfrage wurde im Rahmen der vom Institut GlobalScan angefertigten Studie durchgeführt und wurde gestern veröffentlicht. Befragt wurden dazu Menschen aus 26 Ländern rund um den Globus. Sowohl in Industriestaaten wie die USA, Deutschland oder Großbritannien, als auch Staaten der "dritten Welt" wie Nicaragua, Kenia oder Pakistan wurden in die Befragung mit aufgenommen.
Dabei war der Anteil der Menschen, die einen Zugang als Grundrecht sehen, am höchsten in Ländern in denen das Internet immer wieder durch staatliche Repression oder Zensur belegt wird, wie China oder Südkorea. Aber auch in Schwellenländern wie Mexiko wird das Internet besonders häufig als Grundrecht verstanden, obwohl dort die Zahl der Menschen mit einem eigenen Internetzugang eher gering ist.
Eine weitere Frage der Studie, beschäftigte sich dabei mit der Feststellung, welche Möglichkeit des Internets am wertvollsten erachtet wird. Hier war vor allem die Meinung, sich alle Art von Informationen beschaffen zu können mit knapp 47 Prozent die meistgenannte Antwort. 32 Prozent dagegen, schätzen die Möglichkeit der weltweiten Kommunikation die das Internet bietet. Für immerhin noch 12 Prozent aller Befragten ist eine der wichtigsten Möglichkeiten des Internets die Unterhaltung.
Bezüglich der Gefahren des Internets, bereitet vor allem die Gefahr des Betrugs den Befragten am meisten Sorgen. Für 32 Prozent geht hiervon die größte Gefahr aus. 27 Prozent dagegen sehen vor allem die Verbreitung von Gewalt oder Pornografie als größte Gefahr des Internets.



Informationsfreiheit
Artikel 5 GG
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.
Sprich: In Deutschland gibt es ein (Grund-)Recht auf Zugang zum Internet.
Re: Informationsfreiheit
Rein theoretisch ja... Bloß ist leider das Internet noch nicht vom Gesetzgeber als "allgemein zugänglichen Quelle" klassifiziert.
Re: Informationsfreiheit
Wie kommst du denn darauf? Es liegt (zumindest grundsätzlich) gar nicht in der Kompetenz des Gesetzgebers, zu bestimmen, welche Quelle allgemein zugänglich ist und welche nicht.
Re: Informationsfreiheit
damit meinte ich, dass es in der Zeit der Entstehung des Grundgesetzes 1949 noch kein Internet gab und daher die Freiheit der Äusserungen in in Wort, Schrift und Bild sich auf die zeitgemäßen Möglichkeiten beschränkt. Die Gesetzgeber wollen diesbezüglich eine gesonderten Formulierung ins Grundgesetz aufnehmen.
Einen interessanten Artikel dazu findest du unter:
http://www1.bpb.de/publikationen/YY4L2D,0,Grundgesetz_und_Internet.html