Jeder Browser hinterlässt einen eindeutigen Fingerabdruck

von Martin Gutmair | 0 | 6 Kommentare | 956 Aufrufe

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Regelmäßiges löschen der Cookies, Flash blockieren, Browser wechseln und Sicherheitseinstellungen verschärfen sind beliebte Aktionen von Personen die sich Gedanken um ihre Privatsphäre machen. Jedoch ohne Auswirkung!! Die Electronic Frontier Foundation hat herausgefunden dass jeder Browser eindeutige Fingerabdrücke hinterlässt. Am einfachsten sei es jene Nutzer zu identifizieren, die Flash blockiert haben.

Die EFF hat im Rahmen der Studie "How Unique is Your Web Browser" über 470.000 Browser von verschiedenen Nutzern untersucht. 83.6 Prozent davon hatten einen "instantaneously unique fingerprint". Für Browser mit Flash oder JavaScript war die Rate bei 94.2 Prozent. Wurde ein Flash-Blocker eingesetzt, wird die Identifizierung noch einfacher.

"It is very difficult to reconfigure your browser to make it less identifiable. The best solution for web users may be to insist that new privacy protections be built into the browsers themselves"

Die EFF fordert nicht nur besseren Schutz der Privatsphäre von den Browserhersteller, sondern auch eine erweiterte Diskussion über den Datenschutz der Fingerabdrücke von Browsern

Die EFF wird die Ergebnisse ihrer Studie auf dem Privacy Enhancing Technologies Symposium in Berlin im Juli vorstellen.

Über den Autor: Martin Gutmair
Informatik Student im 6. Semester an der HS Augsburg. Derzeit Praktikum bei Team23 - www.mgutmair.com
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Kommentare: Jeder Browser hinterlässt einen eindeutigen Fingerabdruck

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Fingerprint wäre lustig
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Im Prinzip fände ich es ziemlich lustig, wenn jeder Browser einen eindeutigen Fingerprint hätte. Voraussetzung wäre natürlich, dass jede Client-Server Interaktion gesichert abläuft und der Fingerprint wirklich eindeutig ist. Für die Entwickler würde das einiges möglich machen. Katastrophal wären natürlich die Möglichkeiten, die man Google und Co damit gibt ;-)

Sebastian Bechtel am 19.05.2010 um 17:10
Konkret?
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Wie sieht dieser Fingerabdruck denn aus? Ich meine eigentlich schickt doch jede Version von nem Browser mit den gleichen Plugins auch automatisch den gleichen Header oder? Klar, wenn man besondere Features benutzt dann fällt man leichter aus dem Raster. Also ein User der Linux hat, den Konquer und keinerlei Plugins (wenns die überhaupt für den Konquer gibt) dann fällt der schon aus dem Raster.

Aber wodran könnte man ihn den sonst erkennen? BZW was ganeu meinen die mit diesem Fingerabdruck?

Nick J. am 19.05.2010 um 09:49
Re: Konkret?
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Der Fingerabdruck ist eine Kombination aus User-Agent, einige HTTP-Header, die Auflösung, installierten Plugins (mit Version), etc.

Der Spaß ist aber eigentlich: Um so mehr man macht um den Datenschutz im Webbrowser zu verbessern, um so eindeutiger fällt der Fingerabdruck aus, da es weniger Leute gibt, die genau diese Einstellungen nutzen.

David Danier am 19.05.2010 um 10:28
Re: Konkret?
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Aber bei Seiten wie Google oder anderen Seiten die 1000+ Besucher pro Tag haben, da wird man doch einzelne User nicht anhand ihrer Einstellungen rausfiltern können oder? Also wie schon gesagt, ausser es ist ein absoluter Exot dabei.

Und kann man, das dann auch wiedererkennen wenn der User nach 10 Tagen wieder auf die HP kommt, weil erst dann wird es ja interessant, oder? Ich meine um den Benutzer während eines Besuches zu verfolgen braucht es keine ausgefeilte Technik.

Nick J. am 19.05.2010 um 10:55
Re: Konkret?
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Ich denke auch für größere Datenmengen lassen sich relativ zuverlässige Kriterien finden.

Natürlich klappt das gerade auch noch nach 10 Tagen, insofern du nix an deiner Konfiguration geändert hast.

David Danier am 19.05.2010 um 12:09
Re: Konkret?
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An und für sich konnte man sich das ja auch schon denken. Wer anonym bleiben will muss das Netzwerkkabel rausziehn und WLAN und BT ausschalten...anders geht's nicht. Ich hab Flash nicht wegen der Privatsphäre blockiert sondern eher um diese nervtötenden blinkenden und Geräusche machenden Werbebanner wegzubekommen.

Anonymität im Netz ist eine Utopie.

Thomas Rix am 19.05.2010 um 10:40