Googles Visionen zum Thema Bannerwerbung
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Bannerwerbung wird sich in den kommenden fünf Jahren grundlegend ändern, so die Vision von Google. Der Suchmaschinen-Gigant sieht die Werbung im Internet in der Zukunft intelligenter, flexibler und vor allem interaktiver.
Einen kleinen Ausblick, wie das aussehen könnte, liefert Google in einem zusammenfassenden Blogpost, sowie auf der MIXX Conference in New York, auf der das Unternehmen seine Visionen vorgestellt hat. Daneben kann auf dieser Video-Seite ein erster Eindruck davon gewonnen werden, wie Google sich die Zukunft zum Thema Onlinewerbung vorstellt.
Konkret lauten diese Visionen folgendermaßen:
- 50 Prozent der Werbekampagnen werden Videos beinhalten, die per View bezahlt sind. Bisher hat diese Form der Werbung nur einen geringen Anteil.
- 50 Prozent der Werbung wird zukünftig per Bietverfahren in Echtzeit verkauft. Die Anzeigenkunden liefern sich somit einen Wettstreit um die für sie interessantesten und relevantesten Plätze.
- Smartphones und andere mobile Geräte sind dann der wichtigste Weg, auf dem Kunden und Werbende zusammenfinden.
- Klicks sind nicht mehr der wichtigste Messwert, wenn es darum geht, den Erfolg einer Werbekampagne zu bewerten. Fünf andere Messwerte sind wichtiger, die Google aber in seinem Blog nicht verrät.
- Rich-Media-Formate, die Interaktion zwischen Nutzern und Website ermöglichen, machen 50 Prozent der Werbemittel aus, wenn es um Marken-Werbung („brand building“) geht.
- In fünf Jahren werden 50 Milliarden US-Dollar durch Display Advertising eingenommen.
Neue Werbeformen, die sich Google vorstellt:
- Bei „TrueView“ muss der Nutzer sich bewusst dafür entscheiden, welchen Werbespot er innerhalb eines Videos sehen will bzw. ob er überhaupt einen sehen will. Der Werbekunde bezahlt dann nur, wenn der Werbeclip auch gezeigt wird.
- Intelligente Anpassung der Inhalte innerhalb der Werbung. So kann die Werbung beispielsweise auf den Standort des Nutzers, die Sprache, den Inhalt der Website oder die Uhrzeit angepasst werden.
- Beispielsweise kann man künftig eine Werbeanzeige für ein Auto mit dem Smartphone fotografieren und bekommt dann ein 3D-Modell des Wagens aufs Handy geliefert. Oder man fotografiert ein Filmplakat und sieht dann den Trailer. Das funktioniert nicht etwa mit QR-Codes, sondern über die Bilderkennung, die Google mit „Goggles“ bereits demonstriert hat.
- Rich Media Formate könnten in Zukunft Live-Inhalte beispielsweise aus Twitter übernehmen. Google hat das bereits während des Vortrags auf der MIXX Conference demonstriert. In verschiedenen Werbemitteln im Web konnte man den Vortrag live verfolgen und entsprechend Tweets dazu lesen.
Insgesamt klingt das alles natürlich erst einmal interessant was Google sich da zum Thema Banner- und Onlinewerbung überlegt hat. Inwieweit diese neuen Konzepte dann auch sinnvoll für werbetreibende Unternehmen sind und ob solche Innovationen die Werbung im Internet wirklich für den User interessanter machen oder diesen mit solchen Konzepten eher abschrecken, bleibt abzuwarten. In fünf Jahren wissen wir dann sicherlich mehr.



