W3C relativiert Testergebnisse zu HTML5
Anzeige Hier werben
Über die kürzlich vom World Wide Web Consortium (W3C) veröffentlichten Testergebnisse zu HTML5 gibt es allen Anschein nach einigen Diskussionsbedarf. In diesem Test zeigte die neueste Betaversion des Internet-Explorers 9 die besten Ergebnisse bezüglich HTML5-Implementierung, sehr zum Leidwesen der Konkurrenz.
Diese hatte sich in Form von Apple und Opera neben der Tatsache, dass die Resultate des Tests als offiziell betitelt wurden, obwohl der Urheber nicht ersichtlich ist, darüber beschwert, die Ergebnisse seien wenig aussagekräftig, da zum Teil Beta- mit Produktversionen von Browsern verglichen wurden.
Das W3C hat prompt reagiert und die Ergebnisse seiner HTML5-Testsuite nun mit "HTML5 Test Suite Conformance Results" statt dem Begriff "offiziell" betitelt. Darüber hinaus wird auf der Website mit einem deutlichen Hinweis "Work in Progress" darauf hingewiesen, dass die Testsuite noch nicht fertig ist bzw. Zahlen und Ergebnisse der Tests sich durchaus noch ändern können.
Weiterer Grund für die entfachte Diskussion ist der Umstand, dass die Testsuite derzeit lediglich nur eine kleinere Menge der insgesamt für HTML5 geplanten Funktionen überprüft. Derzeit umfasst diese insgesamt rund 200 Tests, durch die jedoch viele Bereiche gar nicht abgedeckt werden. Eindrucksvoller beschreibt Google-Mitarbeiter Ian Hickson federführend an der Entwicklung von HTML5 beteiligt den aktuellen Stand mit den Worten: Realistisch gesehen ist die Testsuite noch nicht einmal zu 0,1 Prozent komplett
Wie wir bereits berichteten sind alternative Tests wie caniuse.com und html5test.com zu anderen Ergebnissen gekommen, da diesen Tests eine breitere Basis zugrunde liegt. Darüber hinaus zeigt der Wechsel auf die jeweils aktuellen Entwicklerversionen bereits ein anderes Bild, bei dem vor allem Opera und Webkit deutlich aufholen konnten.



