Google verschlüsselt seine Websuche
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Unter der Adresse https://encrypted.google.com ist Googles Suche schon seit mehr als anderthalb Jahren verschlüsselt. Datenschützer haben von Google immer wieder verlangt dies zum Standard zu machen, um so eventuelle Rückschlüsse auf Nutzer zu unterbinden. Nun hat der Suchmaschinengigant aus Mountain View angekündigt dies umzusetzen. Für eingeloggte Nutzer wird dies nun zur Default-Einstellung. Suchanfragen werden dann an https://www.google.com umgeleitet. Google wird die Websuche für angemeldete Nutzer standardmäßig mit dem Netzwerkprotokoll SSL (Secure Sockets Layer) verschlüsseln.
Damit wird es für Lauscher in offenen WLANs sehr schwierig bis unmöglich noch Suchanfragen abzufangen und zuzuordnen. Google hofft auch dass in Zukunft mehr Unternehmen SSL anbieten werden, wie Google Product Manager Evelyn Kao sagte. Interessant dabei ist, dass bereits die großen Webseiten wie Facebook, Twitter oder auch Hotmail komplett auf verschlüsselte Verbindungen umgestellt haben und das in einem Augenblick in dem das Protokoll schweren Sicherheitsproblemen ausgesetzt ist.
Für Website-Betreiber hat dies jedoch entscheidende Nachteile. Zwar können Webmaster nach wie vor in ihren Logs sehen, ob Besucher über Google zu ihnen gekommen sind, jedoch nicht mehr mit welcher Suchanfrage. Google verweist hierbei auf seine Webmaster Tools, die eine Liste der tausend häufigsten Suchanfragen ausgeben.
Die Suchtrefferseite linkt nun nicht mehr direkt auf die Zielseiten, sondern nimmt den Umweg über eine Google-URL. Die verschlüsselten Parameter werden von dieser URL als Referer an den Zielserver weitergeleitet. Sollte die Zielseite nicht verschlüsselt sein, verwendet Google für diesen Aufruf HTTP.



