NSA: Spionage von Anti-Viren-Herstellern

von Nicolas Hofmair | 0 | 1940 Aufrufe

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Der US-Amerikanische Geheimdienst NSA und das britische Gegenstück GCHQ wollen offensichtlich erfahren, wie sie bei einem Angriff auf Rechner den Virenschutz umgehen können. Auch der deutsche Hersteller Avira ist von der Spionage betroffen.

Vor etwa zwei Wochen wurde bekannt, dass Kaspersky Ziel eines Hackerangriffs geworden ist. Nun scheint es wahrscheinlich, dass die Geheimdienste NSA und GHCQ dahinter stecken. Wie Snowden-Dokumente nahelegen, handelt es sich hierbei wohl nicht um einen Einzelfall. Neben Kaspersky und Avira sollen auch Avast, AVG, Eset und F-Secure ausspioniert worden sein.

Hauptsächlich ging es bei den Angriffen darum, herauszufinden wie der Virenschutz der einzelnen Hersteller auf Rechnern umgangen werden kann. Hierbei wurden der E-Mail-Verkehr von Mitarbeitern abgehört und Programme auseinander genommen um Schwachstellen herauszufinden und Hintergrundwissen anzureichern. Das Spionageprojekt steht unter dem Codenamen "Camberdada". Dies wurde durch interne Dokumente der NSA bekannt, welche von der Enthüllungswebsite "The Intercept" veröffentlicht wurden.

Weitere Dokumente lassen erahnen, dass die NSA auch Daten über Maleware und Schadcode sammelt, welche von aktuellen Virenscannern nicht erkannt werden. Solche Viren können dann für eigene Zwecke umfunktioniert werden.

Über den Autor: Nicolas Hofmair
Studiert Interaktive Mediensysteme in Augsburg und ist Werkstudent bei TEAM23 GmbH.
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