YouTube und GEMA: Einigung nach langem Rechtsstreit

von Julian Beyrle | 0 | 602 Aufrufe

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Das Videoportal YouTube und die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte kurz „GEMA“ haben nach eigenen Aussagen, nun schlussendlich ihren sieben Jahre lang andauernden Rechtsstreit über die Vergütung von Künstlern, beigelegt.

Bisher war es so, dass in Deutschland jeglicher Abruf von Videos, die Musik von Künstlern beinhaltet, welche von der GEMA vertreten werden, einfach blockiert wurde. Somit konnte man ohne Umwege, diese Videos nicht abrufen. Durch Zuhilfenahme von Diensten, die sich zwischen YouTube und dem Nutzer schalten, konnte der Standort des abrufenden Nutzers auf ausserhalb Deutschlands abgeändert werden. Durch die ausländische IP-Adresse war es dann möglich, gesperrte Videos zu betrachten.

Der Streit zwischen YouTube und der GEMA war entstanden, da die GEMA der Auffassung war, dass YouTube pro Videoaufruf eine Vergütung an die GEMA zu entrichten habe. YouTube dagegen war nur bereit, einen Teil der Werbeeinnahmen dieser Videos an die GEMA abzutreten. Daraus entstand ein langer Rechtsstreit, der nun wie es aussieht, nach sieben langen Jahren endlich at acta gelegt werden soll.

Ob damit nun endgültig auch alle Differenzen zwischen YouTube und GEMA beseitigt sind, bleibt abzuwarten. Einzelheiten zu den Konditionen der Übereinkunft wurden bisher geheimgehalten. Sicher ist nur, dass die gesperrten Videos nun nach und nach für deutsche Nutzer zugänglich gemacht werden sollen und somit auch unbedarftere Youtube-Nutzer in den Genuss aller Inhalte kommen können.

Über den Autor: Julian Beyrle
Studiert Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Augsburg. Absolviert derzeit ein Praktikum im Bereich Online-Marketing bei Team23.
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