Oracle gibt MySQL 5.5 GA frei
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Die neueste Version 5.5 von MySQL verwendet InnoDB als Standard-Storage-Engine und nicht wie bislang MyISAM. Die Oracle Tochter Innobase entwickelte diese Storage-Engine, die unteranderem Acid-Transaktionen unterstützt, referenzielle Integrität bietet und eine Wiederherstellung nach Abstürzen.
Die wichtigste Neuerung soll im Bereich der Geschwindigkeit liegen. Oracle gibt an das unter Windows die Schreib-/Leseoperationen bis zu 15 mal schneller abgewickelt sein sollen als früher, bei reinen Leseoperationen immerhin noch sechs mal so schnell. Unter Linux verspricht Oracle noch eine deutlichere Leistungssteigerung. Es soll eine 360 Prozent gesteigerte Geschwindigkeit bei Schreib-/Leseoperationen, beziehungsweise 200 Prozent bei reinen Leseoperationen geben.
Möglich wurde dies, durch einen Patch des MySQL-Entwicklers Vladislav Vaintroub, der in MySQL 5.5 integriert wurde. Er erhöht die Effizienz der Slow-Mutex-Implementierung von InnoDB und nutzt die mit Windows Vista eingeführten konditionellen Variablen. Dies soll vor allem bei vielen gleichzeitig geöffneten Datenbankverbindungen für mehr Leistung sorgen, wie im InnoDB-Blog veröffentlichte Benchmarks zeigen.
Ebenfalls neu ist die Unterstützung von halbsynchronen Replikationen. In diesem Fall kann der Master weiterarbeiten, ohne auf alle Slaves warten zu müssen. Es reicht aus, wenn ein Slave den Erhalt der Daten bestätigt, um
die Transaktion abzuschließen, was mehr Datensicherheit gewährleisten
soll. Mit Replication-Heart-Beat sollen Probleme schneller erkannt werden. Die Partitionierung Index und Tabellen wurde erweitert und unterstützt nun Anwendungen von Range und List auf die Spalten Date, Datetime, Varchar und Char. Ebenfalls werden Signal/Resignal entsprechend dem Ansi/ISO-Standard unterstützt.
Auf der MySQL Projektseite kann die aktuelle Version 5.5 GA heruntergeladen werden.



