IPv4-Adresspool bald aufgebraucht?!
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Ursprüngliche Prognosen, der IPv4-Adresspool der IANA würde bis mindestens März ausreichen, bewahrheiten sich wohl laut der aktuellen Entwicklung nun doch nicht. Der Adresspool sei offenbar jetzt schon nahezu aufgebraucht. Das Countdown-Widget von iNetCore gibt mittlerweile die Restzahl mit 0 an, Hurricane Electric prognostiziert ein Aufbrauchen der Adressen in 10 Tagen und zählt dabei von derzeit rund 42 Millionen Adressen herunter.
Schätzungen Ende des vergangenen Jahres von iNetCore ergaben noch, dass der Pool an verfügbaren IPv4-Internetadressen noch bis Dezember 2011 reichen würde und somit der Umstieg auf iPv6 in aller Ruhe vonstatten gehen hätte können.
Damit dem Mangel an Adressen möglichst rasch begegnet werden kann, wollen Internetprovider und regionale Adressverwalter wie das europäische RIPE möglichst den baldigen Umstieg auf den IPv6-Adressraum forcieren. Der Nachfolger des IPv4-Standards stellt etwa 79,2 Quadrilliarden mal mehr Internet-Adressen zur Verfügung als der bisherige Standard. Einige deutsche Provider wie beispielsweise die Deutsche Telekom haben bereits mit der Einführung von IPv6 begonnen bzw. wollen dies in Kürze tun.
Laut Netzwerkspezialist Cisco gibt es jedoch auch viele Unternehmen, die sich beim Upgrade der Infrastruktur weiter Zeit lassen und das obwohl ein möglichst zeitnaher Umstieg auch mit geringeren Kosten für den laufenden Betrieb verbunden sein dürfte.
In puncto Sicherheit gehen jedoch die Meinungen der Experten bezüglich des IPv6-Standards immer noch auseinander. Während das eine Lager darauf verweist, dass es aufgrund der großen Adressbereiche schwieriger sein wird, konkrete Ziele für Würmer oder sonstige Angriffe zu finden, mahnen andere die beträchtliche Anzahl von Sicherheitsproblemen innerhalb der Implementierung, die in den letzten Jahren entdeckt wurden an.


