Ruby on Rails - Eine Einführung

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Diese Einführung basiert auf Ruby on Rails vor Version 3!

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Einleitung

Ruby on Rails (oder kurz: Rails) ist ein Framework für die Programmiersprache Ruby, die von dem Dänen David Heinemeier Hansson, das im Juli 2004 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Es ist in vielerlei Hinsicht das Gegenstück von Django, ein Framework geschrieben in Python. Hier auf Webmasterpro.de gibt es auch eine Einführung in Django, denn Webmasterpro.de ist auf Django aufgebaut. Aber Sie möchten ja Rails kennen lernen, oder?

Rails ist sehr beliebt, weil man sehr schnell seine eigene Websoftware entwickeln kann (agile Softwareentwicklung). Es basiert auf den Prinzipien "Don't repeat yourself" (DRY) und "Convention over Configuration". Bei Ruby on Rails muss man, statt Konfigurationen explizit vorzugeben (wie bei Django), Namenskonventionen einhalten.

Das war jetzt ein bisschen zur Story, aber jetzt geht's los mit der Installation!

Installation

Installieren wir nun die Programmiersprache Ruby und das Framework. Es wird nun erklärt, wie man beides auf Windows, Ubuntu Linux und Mac OS X installiert (außerdem wird Mongrel, ein Ruby-Server, der viel schneller als der vorgegebene Server WEBrick ist, installiert):


Windows
Ubuntu Linux
Mac OS X
Ruby
RubyInstaller (ehemals Ruby One-Click Installer genannt) installieren.
Geben Sie in der Terminal einfach ein:
sudo apt-get install ruby
Ist schon installiert.
Rails
Strg + R (bis XP) oder Startmenü öffnen
cmd eingeben
gem install rails eingeben
sudo gem install rails eingeben
sudo gem update rails eingeben
Mongrel
gem install mongrel eingeben
sudo gem install mongrel eingeben sudo gem install mongrel eingeben

Problemfall: Windows

Für Rails benötigt man außerdem eine Datenbank. Standardmäßig ist SQLite vorgesehen, das auf Linux und Mac OS X bereits installiert ist. Auf Windows muss man noch folgende Schritte ausführen:

  1. Das SQLite-Kommandozeilen-Tool und die SQLite-DLL herunterladen und ins bin-Verzeichnis der Ruby-Installation entpacken (meistens C:\ruby).
  2. Strg + R (oder Startmenü), dann cmd eingeben.
  3. gem install sqlite3-ruby eingeben.

Ein Rails-Projekt erstellen

So, nun haben Sie Ruby, Rails und Mongrel installiert. Jetzt legen wir aber richtig los! (Diesmal sind alle Schritte gleich)

Zuerst erstellen wir einen Ordner im Heimverzeichnis (Windows: Eigene Dateien / Benutzerordner):

 
sh
1
2
mkdir Rails
cd Rails

Dann erstellen wir ein Rails-Projekt:

 
sh
1
rails myblog

Rails erstellt nun einen neuen Ordner namens myblog und erstellt darin die nötigen Dateien und Ordner.

Testen wir es nun: starten wir den Ruby-Server Mongrel:

 
sh
1
2
cd myblog
ruby script/server

Öffnen Sie nun Ihren Internetbrowser und geben Sie http://localhost:3000/ ein. Sehen Sie "You're riding the Rails!"? Prima! Das war der erste Schritt.

Scaffolding

Als nächstes wollen wir natürlich unseren Blog erstellen. In Ruby existiert eine Technik namens Scaffolding. Mithilfe von Scaffolding können Sie innerhalb von Sekunden ihre eigene Webanwendung entwickeln. In der Eingabeaufforderung/Shell/Terminal geben Sie nun folgendes ein (nachdem Sie den Server mit Strg + C angehalten haben):

 
sh
1
2
ruby script/generate scaffold article title:string author:string content:text
rake db:migrate

Starten Sie nun nochmal den Server und geben Sie http://localhost:3000/articles ein. Sehen Sie nun eine Tabelle? Prima! Das ist nämlich ihr Weblog. Das kann dann mit CSS und HTML modifiziert werden, aber das kommt später ;)

Unter die Haube geschaut

Was ist passiert? Schauen wir noch mal auf das Scaffolding: als wir den Code eingegeben haben, hat Rails automatisch die passenden Dateien in die passenden Ordner erstellt. Außerdem kreierte es für uns die nötigen Controller, die man für das Auflisten, Erstellen, Bearbeiten und Löschen von Objekten benötigt. Dann erstellte es für uns die Templates, wo dann das eigentliche Erscheinen ist. Doch was ist mit title:string, author:string und context:text? Die hat Rails in eine Datei gepackt, die für das migrieren in die Datenbank (Sie erinnern sich? rake db:migrate) benötigt wird. Außerdem wurden auch gleich die Datums- und Zeitdaten mit migriert. Die benötigt Rails zwar für sich intern, aber für ein Blog ist das auch sehr nützlich, denn man will ja wissen, wann man etwas geschrieben hat.

Und in der nächsten Folge...

beschäftigen wir uns mit den Templates, wie wir sie verändern können, und wie man die URLs ändern kann, die Rails für uns automatisch generiert hat.

Ich hoffe, der Artikel hat Lust auf mehr Rails gemacht.


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Mitarbeiter
  • Ich bin Schüler eines Gymnasiums und beschäftige mich in meiner Freizeit seit vielen Jahren mit HTML- und CSS-Programmierung. Außerdem interessiere ich mich für PHP (WordPress, Drupal, ...), Ruby und Ruby on Rails.
  • Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.