Tabellen im Web – Teil 3 – Datenerfassung

von Thomas | 0 | 4265 Aufrufe

3 Datenerfassung

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Ist die Grundstruktur einer Tabelle angelegt (s.o.), können die Daten eingepflegt werden. Dabei wird es immer wieder die Anforderung geben, eine im Print bestehende Tabelle für die Darstellung im Internet aufzubereiten. Im besten Fall sind somit schon alle Daten digitalisiert und können u.U. übernommen werden — im anderen Fall bleibt nur das manuelle Abtippen der Daten.

Im Folgenden soll eine Exportmöglichkeit exemplarisch aufgezeigt werden.

3.1 Besonderheiten beim Export aus InDesign

Im Layoutprogramm InDesign von Adobe ist es seit einigen Versionen möglich, Tabellen komfortabel mit Hilfe von Absatz-, Tabellen- und Zeichenformaten ins Layout zu setzen. Ist diese Arbeit bereits im Vorfeld für eine Print-Publikation erfolgt, so lassen sich die vorhandenen Daten – zumindest eingeschränkt – auch für das Web nutzen.

Ab der Creative Suite 3 lassen sich InDesign-Dokumente als XHTML-Daten exportieren. Als Ergebnis erhält man ein valides Dokument (XHTML 1.0 Strict), welches den obligatorischen HTML-Rahmen sowie die Dokumentendaten enthält. Beim Export lassen sich zudem unterschiedliche Einstellungen treffen, wie mit Grafiken oder den Formatangaben verfahren werden soll.

Über den Menüpunkt Datei > Medienübergreifender Export > XHTML/Dreamweaver lässt sich der Export starten.

Für den Export lassen sich ausgewählte Textteile oder aber das gesamte Dokument exportieren. Sollten Listen oder Aufzählungen im Dokument enthalten sein, so lassen sich hier detaillierte Einstellungen treffen. Häufig sollte aber die Standardeinstellung dem gewünschten Ergebnis entsprechen.

Grafiken

Es können überdies weitere Einstellungen zum Export von Bildern eingestellt werden. Die Grafiken werden je nach Wunsch optimiert und in einem Unterordner abgelegt.

Formatierungen

Zusätzlich lässt sich definieren, wie mit Formaten verfahren werden soll. Hier empfiehlt es sich, es bei der Vorauswahl zu belassen – mit dieser Einstellung werden alle Formate als leere CSS-Klassen exportiert und können so später einfach definiert werden.

Das exportierte Ergebnis genügt wohl selten den gestalterischen Ansprüchen, aber als Grundlage für die weitere Arbeit eignet sich das Dokument hervorragend. Zu optimieren wären hier lediglich die zuvor angeführten Möglichkeiten, die Spalten über das <colgroup>-Tag sowie eine Überschrift via <caption> zu definieren.

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Über den Autor: Thomas
Thomas ist Diplom-Designer (FH) und arbeitet derzeit als Flash Developer/Screendesigner in Frankfurt a.M. Seine Fachgebiete sind interaktive Medien und Design.
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