3D im Browser - Die Zukunft des Webs

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Echtzeit 3D direkt im Browser – diese Thematik sorgt bereits seit einigen Jahren für regen Diskussionsstoff. Unstrittig stellt 3D ein überaus spannendes wie auch zukunftsträchtiges Feld für das World Wide Web in den nächsten Jahren dar und eröffnet in der Webgestaltung ganz neue „Perspektiven“.

Ob grafisch aufwändige Browsergames, räumliche und im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbare“ Visualisierungen von Produkten oder technischen Vorgängen oder einfach die um eine weitere Dimension erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten von Webseiten – 3D wird in den nächsten Jahren das Internet nicht beherrschen, bereichern kann und wird es das Web aber sicherlich.

In dieser Artikelreihe „3D im Browser“ dreht sich alles um die dritte Dimension im Browser. Ein allgemeiner Über- und Einblick in die Thematik wird in den folgenden Artikeln durch den praktischen Einstieg in die Entwicklung von 3D Inhalten für das Web mittels kleiner Tutorials ergänzt.

Während in diesem Artikel allgemein das Thema „3D im Browser“ ein wenig beleuchtet wird, werden in den folgenden beiden Artikeln der praktische Einstieg in populäre Frameworks der Technologien WebGL und Flash Stage3D aufgezeigt.

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3D im Browser

3D Grafik im Web ist nicht wirklich neu. Schon seit einigen Jahren versucht die 3.Dimension vornehmlich in Form von Onlinespielen oder kleinen Simulationen im Web Fuß zu fassen.
Gelungen ist ihr das bislang flächendeckend nicht. Ansätze für die Berechnung von 3D Inhalten direkt im Internetbrowser gibt es einige. Bislang setzen die meisten Technologien auf Plug ins, die den Browser um die 3D Funktionalitäten erweitern.

Egal, ob Java-Applets, Adobes Shockwave Player, Flash oder der Unity Webplayer – so richtig gelang bisher keiner Technik im Bereich 3D der Durchbruch.
Mehr noch als die Tatsache des Plug ins, welches im Browser installiert werden muss, schränkten bislang vor allem die recht begrenzte Leistungsfähigkeit und Performance die Entwickler ein.

Spätestens allerdings seit der Einführung des offenen Standards WebGL für hardwarebeschleunigte 3D Grafik im Browser im März letzten Jahres gewinnt das Thema wieder an Aktualität und nimmt zwar langsam aber sicher konkretere Konturen an.

Nachdem nun auch Adobe nachgezogen hat und am 04. Oktober 2011 seinen neuen Flashplayer 11 mit der Hardwarebeschleunigungs API „Stage 3D“ vorgestellt hat, wird die wachsende Bedeutung dieser neuen Webtechnologie deutlich.

Im Wesentlichen entwickeln sich hierbei diese zwei genannten Technologien: WebGL und Flash Stage3D.

WebGL vs Flash

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Auch wenn Flash, so wie es derzeit wohl Trend zu sein scheint, lieber heute als morgen von der Web-Community für „tot“ erklärt werden soll, so stellt die Technologie im Bereich der in Echtzeit gerenderten 3D Grafik im World Wide Web einen soliden und guten Ansatz dar.

In der neuen Version 11 des Adobe Flashplayers integrierte der US-Konzern die neue Hardwarebeschleunigung Stage 3D, die per DirectX 9 (Windows) oder OpenGL (Linux & Mac OS X) auf die Grafikkarte des Computers zugreift, um auch grafisch komplexere Szenen in Echtzeit berechnen zu können.

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WebGL, der von der Khronos Group als neuer offener Standard entwickelt wird geht hierbei technisch einen sehr ähnlichen Weg. Auch hier wird der Grafikchip des Rechners für das Grafikrendering herangezogen.

Der Vorteil dieser neuen Technologien entpuppt sich allerdings gleichzeitig auch als Nachteil, da der direkte Zugriff auf Hardwarekomponenten, wie die Grafikkarte, auch als Sicherheitsrisiko beachtet werden muss.
Aus diesem Grund verwehrt Microsoft dem WebGL Standard bislang auch rigoros die Integration in deren Internet Explorer.
Apple spendiert seinem Safari WebGL zwar, deaktiviert die Funktionalität allerdings standardmäßig.

Obgleich diese Sicherheitslücke so natürlich auch bei Adobes Flash Stage3D besteht, so ist die Verbreitung durch den freien und in jedem Browser installierbaren Flash Player 11 natürlich erheblich höher.

Nachteilig für Flash äußert sich hingegen, dass Adobe im November die Entwicklung des Flash Players für mobile Endgeräte eingestellt hat und somit 3D auf dem Smartphone und Tablet auf Flashbasis wohl keine Zukunft beschert ist.

Frameworks

Für die Entwicklung von 3D Inhalten in WebGL wie auch Adobe Flash stehen inzwischen einige kostenlose Frameworks zur Verfügung.

Diese sind besonders praktisch, wenn man sich nicht erst noch umständlich mit der hardwarenahen Programmierung auseinandersetzen, sondern direkt auf einer 3D Engine mit der Programmierung aufsetzen möchte.

WebGL:

  • three.js
  • GLGE
  • c3DL
  • PhiloGL uvm.

Flash Stage 3D:

  • Away 3d 4
  • Alternativa 3d 8
  • Flare 3D uvm.

Um diese Frameworks werden sich auch die nächsten Artikel drehen, in denen anhand kleiner Tutorials der Einstieg in Flash's „Away3d 4“ wie auch WebGLs „three.js“ vermittelt wird.

Lesen Sie im nächsten Artikel den Einstieg in Away3d 4.


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Mitarbeiter
  • studiert "Interaktive Medien" an der FH Augsburg und absolviert derzeit sein Praxissemester bei der Web- und Grafikdesign Agentur Team 23.