Neues Grafiksystem soll Chrome beschleunigen

von Marc Rochow | 0 | 1479 Aufrufe

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Seit längerer Zeit arbeitet Google bereits an einem neuen Grafiksystem für seinen Browser Chrome, bzw. die Open-Source-Version Chromium. Dabei soll unter Beibehaltung der Sandbox-Architektur möglichst große Teile des Renderings in die GPU ausgelagert werden.

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Im Kern führt Google mit dem neuen Grafiksystem von Chrome einen neuen Prozess ein: den sogenannten GPU-Prozess. Dieser nimmt Befehle vom Renderer entgegen und gibt sie entweder per OpenGL oder Direct3D an die Grafikkarte weiter. Zur Direct3D-Umsetzung nutzt der GPU-Prozess die Almost Native Graphics Layer Engine (ANGLE). Damit Render-Prozesse auf diese APIs zugreifen können, läuft der GPU-Prozess in einer Sandbox. Der Renderer-Prozess hat auch weiterhin keinen Zugriff auf die Grafik-APIs des Betriebssystems und der GPU-Prozess enthält nur wenig Logik, was die Gefahr von Fehlern reduziert.

akzeptiert Grafikbefehle vom Renderer-Prozess und reicht sie an die Schnittstellen-OpenGL weiter - oder via Angle an Direct3D. So kann der GPU-Prozess in einer modifizierten Sandbox ausgeführt und Chromiums Sandbox-Modell weitergeführt werden, denn der Renderer-Prozess hat auch weiterhin keinen Zugriff auf die Grafik-APIs des Betriebssystems und der GPU-Prozess enthält nur wenig Logik, was die Gefahr von Fehlern reduziert.

Um das neue System zu nutzen, teilt man eine Webseite in mehrere Layer auf, die Text, Grafik oder Multimedia-Elemente enthalten können. So können Layer mit Elementen wie Videos von der Rechenleistung der GPU profitieren, während die CPU weiterhin das Rendering anderer Ebenen übernimmt, die vor allem Text enthalten. Das Zusammenführen der einzelnen Layer übernimmt ebenfalls die GPU. Um das zu testen, muss Chromium mit dem Flag --enable-accelerated-compositing gestartet werden. Weitere Details zur Hardware-Beschleunigung lassen sich im Design Document nachlesen.

Über den Autor: Marc Rochow
Webentwickler bei Team23, Djangonaut und Open-Source-Fan. Mehr Infos: www.gironimo.org
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