CSS3: Neuer W3C-Entwurf ermöglicht definierbare Aufzählungszeichen

von Andreas Hackl | 0 | 1170 Aufrufe

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In dem vor kurzem präsentierten ersten Entwurf des W3C zum Thema "CSS Counter Styles" wird eine Möglichkeit geschaffen in HTML-Listen eigene Aufzählungszeichen einzubinden und anzuzeigen.

Möglich macht dies der neue Befehl "@counter-style", der ähnlich funktioniert wie beispielsweise "@font-face":

 
css
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@counter-style triangle
{
    system: cyclic;
    symbols: ;
    suffix: '';
}

Mit diesem Beispiel würde eine Liste erzeugt werden, die "‣" als Listensymbol anzeigt.

Nach dem momentanen Entwurf ist es möglich über den symbols-Parameter mehrere Zeichen anzugeben, die unterschiedlich gehandhabt werden können. Dazu wird über den system-Parameter das Ausgabeverhalten beeinflusst. Gemäß dem aktuellen Stand sind folgende Optionen möglich:

  • cyclic: Geht die Symbole der Reihe nach durch. Nach dem letzten folgt wieder das erste.
  • fixed: Geht die Symbole der Reihe nach durch. Nach dem letzten wird jedoch das Standardsymbol ausgegeben.
  • symbolic: Geht die Symbole der Reihe nach durch. Nach dem letzten folgt wieder das erste, allerdings in (n+1)-facher Ausführung (d. h. nachdem "+" angezeigt wurde, würde im nächsten Durchlauf "++" folgen, darauffolgend "+++", usw.).
  • alphabetic: Erzeugt das Verhalten, dass in Textverarbeitungssoftware bei Buchstaben als Zeichen verwendet wird (d. h. bei "a" und "b" als festgelegte Zeichen würde nach der Darstellung von "b" "aa" folgen. Als nächstes "ab", "ba", "bb", "aaa", usw.)
  • numeric: Verläuft bei einstelliger Folge wie beispielsweise von Ziffern gewohnt, bei mehrstelligen Auflistungszeichen wird hingegen an Position 1 das erste Symbol beibehalten und an der darauffolgenden Stelle iteriert (d. h. bei definierten Zeichen "1", "2" und "3" folgt nach "3" "11", "12", "13", "21", usw.)
  • additive: Jedem Symbol wird eine Ziffer zugeordnet. Ähnlich dem römischen Zählsystem werden die zugehörigen Symbole nebeneinander gesetzt, um die Zahl zu repräsentieren.
  • override: Dadurch wird ermöglicht, dass durch den Entwickler einzelne Aspekte eines der vorherigen Verhalten geändert werden können.

Neben Symbolen wie der im Beispiel genutzte Pfeil, lassen sich auch Zeichen anderer Schriftsysteme, wie beispielsweise die koreanischen Hangul oder die japanischen Hiragana, nutzen.

Über den Autor: Andreas Hackl
Hat Internetbasierte Systeme an der FH Trier studiert und sieht sich völlig selbstverständlich als Netzbürger.
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