Nokia startet mit Here eigenen Kartendienst

von Andreas Hackl | 0 | 1174 Aufrufe

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Konkurrenz für die amerikanischen Riesen Google, Microsoft und Apple: Das finnische Unternehmen Nokia hat einen eigenen Kartendienst für das Web mit dem Namen Here gestartet. Dabei handelt es sich um eine überarbeitete Version des vorherigen Diensts Nokia Maps. Hinzugefügt wurde die 3D-Ansicht für ausgewählte Städte (u. a. Berlin), die diesen einen räumlichen Anstrich geben soll und sogar mit 3D-Brillen betrachtet werden kann. Zur Sicherung dieser Technologie wurde das Unternehmen Earthmine aufgekauft. Da der Service mit WebGL realisiert wurde, ist die Installation eines Plugins nicht nötig wie noch in älteren Versionen.

Als ein weiteres Alleinstellungsmerkmal zeigen Heatmaps Konzentrationen von allgemein interessanten Orten wie Lokalen oder Kulturinstitutionen (Kino, Museen, usw.) an. Je größer die Dichte, desto kräftiger wird ein Rosaton. Auch öffentliche Verkehrsmittel und die aktuelle Straßenverkehrslage können angezeigt werden. Letztere wird ebenfalls über eine Farbabstufung dargestellt. Rot signalisieren stark befahrene Straßen, grün geringe.

Des Weiteren können Benutzer Daten durch den "Map Creator" ergänzen. Diese sind jedoch momentan nur auf entwicklungsärmere Länder bzw. Regionen beschränkt wie die Mongolei oder den nördlichen Marianen.

Um den Dienst offline nutzen zu können, hat Nokia für iOS bereits eine App angekündigt, die in den nächsten Wochen im Apple App Store platziert werden soll. Für Android wird es Anfang 2013 eine SDK geben durch die Entwickler Nokia Here-Karten in eigene Anwendungen platzieren kann. Ebenfalls wurde für das kommende mobile Betriebssystem Firefox OS Unterstützung zugesagt. Da aber dessen Erscheinen grob mit 2013 datiert ist, kann Nokia in diesem Punkt kein genaueres Datum nennen.

Über den Autor: Andreas Hackl
Hat Internetbasierte Systeme an der FH Trier studiert und sieht sich völlig selbstverständlich als Netzbürger.
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