Farbmanagement und Kalibrierung

1 | 21187 Aufrufe
Sie können diese Wikiseite nach der Anmeldung auf Webmasterpro bearbeiten. Helfen Sie mit und verbessern Sie "Farbmanagement und Kalibrierung" mit Ihrem Wissen!

Anzeige Hier werben

Ausdrucke herkömmlicher Drucker sind oft von Farbabfälschungen, Verwaschungen, ... geprägt. Es ist fast eine Kunst den Ausdruck so hinzubekommen, dass er mit der Bildschirmdarstellung übereinstimmt oder zumindest die richtige Farbgebung hat.

Weitaus einfach wäre es, wenn der Drucker wüsste, wie das Bild zu drucken ist. Die Lösung ist das Farbmanagement. Dieses verhält sich wie eine Referenz zum Ausgabegerät, wodurch sich dieses an die so gegebene Leitlinie halten kann. Um diese Referenz (vergleichbar mit einem Referenzton in der Musik) zu erstellen, kommt die Kalibrierung zum Einsatz.

Monitorkalibrierung

Auch Bildschirme können stark in ihrer Farbgebung voneinander Abweichen. Feststellen lässt sich dies z.B. in einem Elektronikladen in der TV-Abteilung: Oft haben sogar Modelle des selben Herstellers Unterschiede in Helligkeit, Sättigung, usw. Meist subtil. Doch zum Beispiel für den professionellen Druck ist dies von äußerster Wichtigkeit.

Visuelle Kalibrierung

Die Visuelle Kalibrierung geschieht mithilfe des Auges des Betrachter. Deshalb ist diese Einstellung relativ ungenau, kann jedoch auf einfachem Weg eine gute Verbesserung erzielen.

Eine der bekanntesten Monitorkalibrierungsprogramme ist Adobe Gamma. Windows-User die Photoshop <= CS2 besitzen können dieses Programm direkt verwenden. Die mit CS3 oder später müssen nach zB. dieser Anleitung vorgehen. Mac-User benötigen keine Kalibrierungssoftware, da sie eine Kalibrierungsfunktion im System befindet [Apfel] » [Systemeinstellungen...] » [Monitore] » [Farben] » [Kalibrieren...].

Bild zu Farbmanagement und Kalibrierung
Colorimeter "Spyder"

Um eine möglichst gutes Ergebnis zu erzielen, sollte der Bildschirm mindestens 30 min. warmlaufen. Röhrenbildschirme eignen sich oft besser als Flachbildschirme, da ihre Farbwiedergabe meist echter ist.

Hardwarekalibrierung

Die Hardwarekalibirierung ist im Gegensatz zur visuellen Kalibrierung weitaus genauer. Mithilfe von Colorimetern/Spydern, die mit Saugnäpfen am Bildschirm befestigt werden wird von der Profilsoftware eine Serie von Farbfeldern angelegt. Diese Farbfelder werden mit der Referenzdatei verglichen.

Es gibt für Flachbildschirme andere Colorimeter als für Röhrenbildschirme. Untereinander sollen die nicht vertauscht werden - der Druck eines Colorimeters für einen Röhrenbildschirm würde einen LCD-Bildschirm zerstören.

Scannerkalibrierung

Um einen Scanner zu kalibrieren müssen dem Scanner jegliche Farbvoreinstellungen deaktiviert werden. Daraufhin wird ein sogenanntes IT8-Testbild gescannt. Der Drucker fragt nach der Referenzdatei.

Bild zu Farbmanagement und Kalibrierung
IT8-Testbild

Nun vergleicht die Software jedes Farbfeld mit der Referenzdatei und erstellt daraus eine Farbprofil, das die Verschiebungen die notwendig waren um die Farben zu korrigieren beinhaltet.

Um nun dieses Profil auf einen Scan anzuwenden, muss das Bild mit der Einstellung "keine Farbe" gescannt werden. In Photoshop wird [Modus] » [Profil zuweisen] gewählt und der Name des jeweiligen Profils eingegeben. Zuletzt muss das Bild noch in den richtigen Farbraum konvertiert werden. Das macht [Modus] » [In Profil konvertieren]. Für Druck ist das oft Adobe1998 und für Web meist sRGB.

Druckerkalibrierung

Bild zu Farbmanagement und Kalibrierung
Spektrophotometer im Einsatz

Drucker erzeugen heutzutage schon recht angenehme Ergebnisse. Bei professionellem Druck oder anderer Tinten oder Papier ist diese Farbechtheit oft nicht mehr gegeben.

Hardwarekalibrierung

Um den Drucker zu kalibrieren muss eine spezieller Satz von Farbfeldern ausgedruckt werden. Diese werden dann mit einem Spektrophotometer gemessen. Jedes Farbfeld wird eingelesen und mit einer Referenzdatei verglichen. Das gespeicherte Profil enthält wiederum die Abänderungen.

Druckt man nun mit diesem Profil ist die Farbgebung um einiges genauer.

Kalibrierung einer Digitalkamera

Bild zu Farbmanagement und Kalibrierung
Testbild für die Kamerakalibrierung

Auch Digitalkameras könne kalibriert werden. Heutzutage beinhalten bereits viele Digitalkameras einen automatischen Weißabgleich, der bereits während der Motivfokusierung die Farbgebung an die Umgebung (Licht/Schatten) anpasst.

Eine einfache Möglichkeit seine Kamera auf Farbgebung zu testen, ist das Fotografieren eines weißen Blattes. Ist dieses weiß, ist die Kamera bereits recht gut eingestellt.

Bei genauerer Kalibrierung fotografiert man eine Testbild mit Farbfeldern - so ähnlich wie bei der Scannerkalibrierung. Am besten geschieht dies unter Kunstlicht und nicht unter Tageslicht.

Mit einer Profilsoftware kann dann die Abweichung ermittelt und per Stapelverarbeitung auf alle Fotos der Fotosession angewendet werden.

Weiterführend


Wikiseite bearbeiten

Diese Seite kann von jedem registrierten Benutzer bearbeitet werden. Bisher haben 3 Personen an der Seite "Farbmanagement und Kalibrierung" mitgewirkt.

Sie haben einen Fehler entdeckt oder möchten etwas ergänzen? Dann können Sie nach der Anmeldung "Farbmanagement und Kalibrierung" hier bearbeiten.

Mitarbeiter