Hicks Gesetz - Usability

von Fabian Ziegler | 0 | 5827 Aufrufe

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Definition

Das Gesetz besagt, dass die Zeit die man für eine Entscheidung benötigt von den Anzahl der zur Verfügung stehenen Möglichkeiten abhängt. In der Praxis bedeutet dies, um so mehr Auswahlmöglichkeiten, z.B. Knöpfe ich drücken kann, umso länger brauche ich um mich für einen Knopf zu entscheiden.

Das Gesetz bezieht sich dabei auf Situationen in denen instiktiv gehandelt werden muss oder eine einfache Entscheidungsfindung nötig ist. Jedoch nicht in Situationen die eine Einarbeitung oder Vorbereitung benötigen.

Bezug zur Usability - Webdesign

Besonders bei der Gestaltung von Interfaces, lässt sich das Gesetz von Hicks gut anwenden. Fehlermeldungen, Programmmenüs oder Webseitennavigationen sind gute Beispiele die von diesem Verfahren betroffen sind. Berücksichtigen dies daher stets, wenn Sie Benutzeroberflächen gestalten. Überlegen Sie sich die Notwendigkeit einzelnen Punkte und reduzieren Sie so weit wie möglich.

Webseitennavigation

Bei einer Webseite die eine Navigation mit 20 Menüpunkten hat ist es für den Besucher also deutlich schwerer sich für einen Punkt zu entscheiden. Belasten Sie Ihre Besucher niemals mit mehr als 7 (+/- 2) Navigationspunkten. Ansonsten kommt es zur Verwirrung oder der Besucher benötigt zu lange um sich zurechtzufinden und verlässt die Webseite wieder.

Dies ist eines der Grundlagen bei der Gestaltung von benutzerfreundlichen Webseiten und sollten Sie als guter Webentwickler jederzeit im Hinterkopf behalten!

Wikipedia (englisch): The magical number Seven - Artikel
Wikipedia (englisch): Hicks Law - Artikel

Über den Autor: Fabian Ziegler
Meine Schwerpunkte liegen im Bereich Grafikdesign, SEO und Management. Seit sieben Jahren bin ich als Geschäftsführer der Team23 GbR tätig, die Webdesign in Augsburg anbietet, sowie Webmasterpro.de betreut.
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