Kerning, Version 9

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Kerning (engl.) oder Unterschneidung beschreibt den Vorgang, den horizontalen Abstand (Weißraum) zwischen mehreren Buchstaben (Standarddickte) mit dem Ziel des ästhetischen Gewinns durch optischen Ausgleich so zu verringern, dass er gleichmäßig erscheint.

Typische Unterschneidungspaare:
Av, AV, Aw, AW, LT, LV, Ly, Ta, To, Ty, Te, T., Va, Vo, V., Ya, Yo, Y., ff, fl, fi

Am Beispiel von van Gogh lässt sich dies gut verdeutlichen. Das "A" unterschneidet den Buchstaben "V":

Bild zu Kerning
Nicht-Kerning unf Kerning am Beispiel von van Gogh

Überschneidung

Im Gegensatz zur Unterschneidung ist die Überschneidung eine Überlappung von nebeneinanderliegenden Zeichen, ohne dass deren normaler Abstand zueinander verändert wurde. Das kleine "z" der Schriftart Garamond ragt in der kursiven Schrift beispielsweise mit seinem geschwungenen unteren Strich immer in das Feld des nächsten Zeichens hinein.

Damals und heute

Früher, als noch kein Schriftkerning möglich war, griff man auf Schriftarten zurück die auch ohne Unterschneidung einen gleichmäßigen Wortfluss aufwiesen. Dies wurde zumeist mit Serifen ermöglicht. Die wohl berühmteste derartige Schriftart sit wohl Courier.

Heutzutage sind bei den meisten TrueType-, OpenType und PostScript-Schriftarten für den Computersatz Informationen zur Definition von Unterschneidungspaaren (Kerning-Paaren) hinterlegt.