This is living: T-Labs forschen an lebenden Handys und Co.

von meggs | 0 | 1457 Aufrufe

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Ein schlafendes Handy?

Die Telekom Laboratories (T-Labs) verblüffen mit genialen innovativen Ideen. Viele Dinge erinnern an einen SciFi-Roman. Die T-Labs, die in Berlin-Charlottenburg ihren Standort haben, bilden das Forschungszentrum der Deutschen Telekom. 24 Professoren und Doktoren arbeiten darin an den Projekten wie dem lebenden Handy, der klingelnden PebbleBox und einem Virenschutzprogramm, das ohne lästige Updates auskommt.

Die T-Labs waren auch auf der CeBIT 2008 vertreten.

Xonio.com hat sich in den T-Labs umgeschaut und veröffentlicht einige verblüffende Forschungen:

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Die PebbleBox
  • Ein lebendes Handy mit Atmung und Puls, realisiert durch Servo- und Vibrationsmotoren: Verpasst man einen Anruf ist das Handy aufgeregt. Will man gerade keinen Anruf entgegennehmen ignoriert man einfach das Handy. Damit will man das immer stärker aufkommende "Phantomklingeln" verhindern, allgemein den Umgang erleichtern und den Spaßfaktor steigern.
  • In diesem Zusammenhang ein intelligentes Handy das je nach Standort des Trägers (Urlaub, Arbeit,...), Zeit- und Wetterlage die gewünschten Funktionen bereitstellt. Zum Beispiel im Urlaub den passenden Reiseführer, eine genaue Landkarte,... oder Abends die passenden Club- oder Restaurantverzeichnisse,...
  • Virenschutz, genannt NetCentric Security, ohne Updating durch stetige IP-Analysen. Viren sollen so schon abgefangen werden bevor sie die Heimcomputer ereichen
  • Usability: Egal, in welchem Netz sich der Anwender aufhält und wo auf der Welt er sich befindet. Der User kann selbst Prioritäten setzen, das System wählt auf Wunsch aber auch nach persönlichen Angaben aus. Laut T-Labs kann dieses Konzept sogar die Grenzen des herkömmlichen Roamings sprengen.
  • Der elektronische Personalausweis: Auch im Zusammenhang mit dessen gewerblichen Nutzen für die Sicherheit wie z.B. Bankgeschäfte, Onlineeinkauf, Online-Kontoeröffnung, Altersnachweis,...
  • MediaScout ordnet das Audio- und Videoangebot für seinen Besitzer: Am Anfang klopft die Software mit einigen Fragen ab, was der Anwender mag. Mit diesen Informationen erstellt die Software ein Mediaverzeichnis das sich ständig neu auf den Nutzer feinstellt
  • Eine PebbleBox: Ursprünglich als Musikinstrument gedacht, heute ein Forschungsdemonstrator, der zeigt, wie Klänge und Berührsinn zusammenarbeiten. Bei genauerer Untersuchung dieses Themas wird die Genialität dieses Gerätes sofort klar. (Mehr unten)
  • Ein Wasserstoff-Rad das mit 5L Tankfüllung und 25km/h 250km weit fährt. Durch das Fehlen von CO2-Emisionen oder Feinstaub ist diese Fahrvariante besonders umweltfreundlich.
  • Noch genauere Sonsorik und Intuitivität von Endgeräten: Durch Schütteln oder Streichen auf diesen Geräten sollen Klänge in Echtzeit erzeugt werden (auch das W910i von Sony Ericsson reagiert schon auf Bewegung). Allerdings interagieren in den T-Labs auch Tasten, Kameras und eingebaute Sensoren. Die Klangerzeugung übernimmt das Handy, wobei flexible Algorithmen an Stelle von starren Aufnahmen verwendet werden. Zusätzlich kommen noch Filter zum Einsatz, um die Klänge zu ändern.
  • Und vieles weitere...
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Die PebbleBox an einem Computer

Die PebbleBox

Ursprünglich war die PebbleBox als Musikinstrument gedachte. Heute ist sie ein Forschungsdemonstrator, der zeigt, wie Klänge und Berührsinn zusammenarbeiten. Die PebbleBox ist auf den ersten Blick eine Holzkiste mit Kieselsteinen.

In Verbindung mit Mikrofonen, Soundkarten, Computern und spezieller Software wird die Kieselbox zu einer Steuerungseinheit von Aktionen und Klängen. Die erzeugten Ausgangssignale werden mit der so genannten granularen Synthese in eine Vielzahl von wenigen Millisekunden langen Abschnitten unterteilt. Diese werden anschließend neu zusammengesetzt. Dabei verändern sich auch Reihenfolge, Abspielgeschwindigkeit und Tonhöhe – ein neues Klangbild entsteht. So kann zum Beispiel der Klang fallender Glasscherben erzeugt werden.

Über den Autor: meggs
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