Microsoft startet PageRank-Konkurrenz

von Moritz Kern | 0 | 1997 Aufrufe

Anzeige Hier werben

Googles Ranking Algorythmus heißt Pagerank. Yahoo!s heißt Alexa. Nun bastelt ebenfalls Microsoft an einem eigenen Rankingalgorythmus der auf den Namen BrowseRank hört und möchte damit Googles PageRank Konkurrenz machen.

Google nutzt als wichtigsten Maßstab für seinen PageRank die Backlinks und deren Relevanz. Eine viel verlinkte Webseite bekommt dabei einen höheren PageRank, als andere mit wenig Links. Doch der Google PageRank hat immer damit zu kämpfen, dass Webmaster die Anzahl der Backlinks einfach beeinflussen können. Daher kann die Anzahl der Backlinks schnell angepasst werden und der PageRank zeigt kein von Google gewünschtes Ergebnis mehr an.

Bild zu Microsoft startet PageRank-Konkurrenz
Webseitengewichtung auf Basis von Nutzerverhalten - Grafik von cnet

Den Rank hauptsächlich anhand der Backlinks zu berechnen ist nach Auffassung der Microsoft-Forscher der größte Nachteil des PageRanks. Microsoft hat nun in einem veröffentlichtem PDF einen neues Rankingkonzept vorgestellt: den sogenannten BrowseRank. Mit dem BrowseRank will Microsoft, nach eigenen Aussagen, ein besseres Konzept entwickelt haben. Der neue Algorithmus soll die Position von Webseiten in den Suchergebnislisten besser bestimmen können.

Anstatt nur die Anzahl und Relevanz von Backlinks einer bestimmten Webseite zu messen, bezieht BrowseRank auch das Nutzerverhalten mit in den Rank ein. Der BrowseRank versucht zu ermitteln, welche Seiten die Besucher ansurfen und wie lange sie sich dort aufhalten. Je häufiger ein Nutzer eine Webseite besucht und je mehr Zeit der Besucher dort verbringt, desto größer ist die Relevanz der Webseite und somit auch der BrowseRank.

Die Bedenken der Datenschützern gegenüber dem BrowseRank ist groß, da Microsoft das Surfverhalten von jedem Intenernutzer aufzeichen und überwachen müsste. Auführliche Informationen dazu gibt es bisher nur auf englischsprachigen Seiten wie cnet. Bisher ist der BrowseRank nur ein Konzept, ob er später mal angenommen wird und ob er eine echte Konkurrenz für den beliebten Google PageRank darstellen kann wird sich in Zukunft zeigen.