"Krasses Fehlurteil" Google Bildersuche vor dem Aus?

von Martin G. | 0 | 1634 Aufrufe

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Laut Google-Sprecher Kay Oberbeck ein "krasses" Fehlurteil, was das Hamburger Landgericht da gestern entschieden hat.

Es würde sich wohl Einiges ändern in der Online-Welt, dürften künftig nur Bilder in Ergebnislisten von Bildersuchdiensten auftauchen, deren Rechteinhaber die Zustimmung dafür nicht verweigert haben.
Als schlicht "zu aufwändig" bezeichnet Google das "Filtern" solcher Bilder; und auch dem geneigten Internetuser wird schnell klar, dass eine solche Einschränkung wohl schwer durchsetzbar, wenn nicht sogar unmöglich wäre und vermutlich zur Folge hätte, dass die großen Anbieter ihre Bildersuchdienste schlicht einstellen.

Im Google Watchblog ist nachzulesen, dass im o.g. Fall der Hamburger Thomas Horn Google verklagt, weil fünf seiner urheberrechtlich geschützten Comics in der Google-Bildersuche auftauchten. Auch wenn Google selbst im eigentlichen Sinne keine Urheberrechtsverletzung begangen hat, da die Bilder von einem Lizenznehmer eingestellt wurden, entschied das Gericht gestern gegen Google. Bis Ende Oktober kann Google gegen das Urteil Berufung einreichen.
Nach Medienberichten wurde auch gegen andere Anbieter wie Yahoo und AOL geklagt.

Laut Google Sprecher Oberbeck entzieht das Urteil Poster- und Bildershops die Geschäftsgrundlagen. Er ist deshalb zuversichtlich, dass das Oberlandesgericht das Urteil korrigieren wird.

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Über den Autor: Martin G.
Martin G. ist Mediendesignstudent und Leiter der Entwicklung in einem mittelständischen Medienhaus.
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