Bundesregierung bekennt sich zu freier Software

von Wolfgang Schneider | 0 | 987 Aufrufe

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Die Schwarz-Gelbe Koalition legte in ihrem Koalitionsvertrag auch die Unterstützung freier Software und offener Formate fest. Dies solle vor allem auch die Position des IT-Beauftragten der Bundesregierung stärken. Zusätzlich soll durch einem zentralen IT-Planungsrates mehr Aufmerksamkeit auf dieses Thema projiziert werden.

Im 132-seitigen Koalitionspapier heißt es dazu:

Die Informationstechnik des Bundes bedarf der Konzentration, Standardisierung und Effizienzsteigerung sowie Bündelung vorhandener Ressourcen. Wir werden hierzu den Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik stärken. Wir prüfen, wie die IT des Bundes sich zukünftig an offenen Standards orientieren und dabei auch Open-Source-Lösungen berücksichtigen kann.

Eine Sprecherin des Innenministeriums teilte linux-community.de mit, dass es dabei aber noch zu früh sei um konkrete Inhalte zu formulieren. Ein Schwerpunkt solle dabei vor allem die Entwicklung eines einheitlichen XML-Standards für den Datenaustausch sein. Der zukünftige IT-Planungsrat solle dabei für die Festlegung von Interoperabilitäts- sowie Sicherheitsstandards verantwortlich sein.

Trotz allem Bemühens der Bundesregierung, werde sich diese unterstützende Haltung erst nach und nach durchsetzten. Hierbei könnte eine Orientierung an den USA, die bereits auf dem Weg zu Open-Source-Gesellschaft sind, nicht schaden. Zu befürchten ist, dass die Bundesregierung wertvolle Jahre verstreichen lässt, in denen aus traditionsbehafteten und übervorsichtigem Denken weiterhin große finanzielle Mittel, vor allem für proprietäre Software ausgegeben werden.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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