Datenschützer rebellieren gegen Google Analytics

von Wolfgang Schneider | 0 | 1632 Aufrufe

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Für Datenschützer ist der kostenlose Webanalyse-Dienst Google Analytics schon lange eine Dorn im Auge. Nun wollen sie notfalls sogar mit Sanktionen, Webseitenbetreiber zum Verzicht auf Google Analytics drängen. Dabei stören sich die Datenschützer von Bund und Ländern vor allem an dem Umstand, dass den Seitenbesuchern keine Möglichkeit gegeben wird, das Tracking abzulehnen. Zusätzlich stören sie sich daran, dass die Daten, die Google Analytics erfasst, auf Servern in den USA gespeichert werden.

Für Fachanwalt (IT-Recht) Thomas Stadler stellt sich dabei die Frage, warum die Datenschützer es alleine auf Google Analytics abgesehen haben.

„Interessant hieran ist in jedem Fall, dass man sich gerade an Google Analytics festbeißt, nachdem Tracking-Technologien insgesamt weit verbreitet sind und vielfach eingesetzt werden, z.B. im Bereich des Affiliate-Marketing.“

Dabei gibt es genug andere Dienste, die ihre Daten ebenfalls über die virtuelle Ländergrenze schicken. Diese müssen aber anscheinend nicht mit Sanktionen rechnen. Google könnte die Diskussion relativ schnell entschärfen, indem IP-Adressen in Zukunft anonymisiert und die Nutzungsbedingungen geändert würden, so Stadler.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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