Mozilla: Direct2D-Hardwarebeschleunigung für Firefox

von Wolfgang Schneider | 0 | 7255 Aufrufe

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Mozilla hat jetzt seine Nightly-Builds genannte Entwicklerversion des Firefox mit einer Direct2D-Unterstützung versehen. Damit kann der Browser jetzt auf die Hardwarebeschleunigung von modernen Grafikkarten zurückgreifen.

Bereits im November vergangenen Jahres kündigte die Entwicklungsabteilung von Mozilla das Vorhaben an, Firefox mit einer Direct2D-Unterstützung ausstatten zu wollen. Die von Microsoft entwickelte Direct2D-Technik wird dabei von Windows 7, Windows Server 2008 sowie Vista unterstützt. Dabei wird gezielt die Beschleunigungsfunktion modernen Grafikkarten ausgenutzt, was sich in einem erheblichen Leistungsschub vor allem bei der Darstellung von Vektorgrafiken zeigen dürfte.

Parallel dazu kündigte auch Microsoft für den kommenden Internet Explorer 9 ebenfalls den Einsatz der Dircet2D-Technologie an. Hier sollen vor allem weichere Animationen und eine Steigerung der Bildrate erreicht werden. Mozilla kam hier aber zuvor und implementierte die Hardwarebeschleunigung in die Nightly-Builds-Version noch bevor Microsoft eine erste Testversion des IE 9 veröffentlichen konnte. Somit ist Firefox der erste Browser, der diese Technologie aktiv nutzen kann.

Um Direct2D aktiv nutzen zu können, muss der User eine entsprechende Funktion in der about:config aktivieren. Hierzu muss man die Einstellung gfx.font_rendering.directwrite.enable auf "true" setzen. Zusätzlich muss die Einstellung mozilla.widget.render-mode mit der Value 6 hinzugefügt werden. Die aktuellen Nightly-Builds findet man unter ftp.mozilla.org zum Download.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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