April-Scherz: Bund: Steuerabgaben für Webseiten geplant

von Wolfgang Schneider | 0 | 1771 Aufrufe

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Die Bundesregierung hat jetzt über den Schritt nachgedacht, für Webseiten eine sogenannte Umweltsteuer ähnlich der für Kraftfahrzeuge einzuführen. Sie soll der aufkommenden Luftverschmutzung durch die steigende Anzahl von Server- und Hochleistungsrechenzentren entgegenwirken.

Das deutsche Bundesamt für Natur- und Umweltschutz (DBU) hatte dabei alleine für das Jahr 2009 einen der höchsten Werte von Kohlenmonooxidausstoß durch Serverzentren für den Zeitraum der letzten 10 Jahre gemessen. Alleine im Raum Berlin stieg dieser im Vergleich zum Jahr 2008 um fast 50%. Durch die geplante Umweltsteuer sollen vor allem jene zur Kasse gebeten werden, die mehrere Webseiten auf Serverzentren betreiben.

Der Sprecher des DBU Walter Lirpa nahm dazu heute auf einer Sitzung in Berlin Stellung:

Wer sich heutzutage im Internet bewegt, trägt maßgeblich zur Umweltverschmutzung bei, das ist vielen nicht bewusst. Mit der Umweltabgabe für Webseiten verhält es sich ähnlich wie mit der für Kraftfahrzeuge. Die Speicherung einer Internetseite auf einem Server trägt maßgeblich zur Luftverschmutzung bei. Hier möchten wir vor allem diejenigen in die Verantwortung ziehen, die sich den Luxus einer eigenen Webseite leisten. Wie bei dem Auto auch, müssen sie für die erhöhte Verschmutzung der Luft einen Beitrag ableisten.

In welcher Höhe sich die Abgaben befinden sollen wurde nicht bekannt gegeben. Bereits nächste Woche soll im Bundestag das erste mal über einen Gesetzesentwurf zur "Regelung von Emissionsabgaben für Internetpräsenzen"diskutiert werden.

Über den Autor: Wolfgang Schneider
Online Marketeer & Projektmanager bei Team23 in Augsburg. Netzkind der ersten Stunde und Photoshopjunky. Seit über 10 Jahren im Bereich Design, Entwicklung & Online-Marketing tätig.
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