Web SQL steht vor dem Aus

von Marc Rochow | 0 | 1753 Aufrufe

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Das World Wide Web Consortium (W3C) hat die Arbeit am Standard Web SQL Database eingestellt, obwohl einige Browser die Technik bereits unterstützen. Der Plan hinter Web SQL sah vor, eine auf SQLite basierende Datenbank in den Browser zu integrieren, die via JavaScript mit SQL abgefragt werden kann. Opera, Safari und Chrome bieten bereits solch eine Datenbank, die Technik werde aber wohl nicht Standard werden, so das W3C.

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Auf der Spezifikationswebsite steht der Hinweis: Achtung. Diese Spezifikation wird nicht länger aktiv gepflegt und die Web Application Working Group plant nicht, sie weiter zu pflegen [...] Dieses Dokument war auf dem Weg zu einer W3C Recommendation, aber die Arbeit an der Spezifikation wurde gestoppt. Die an dieser Technik interessierten Browserhersteller hätten dieselbe Implementierung, SQLite, verwendet. Um eine Standardisierung voranzutreiben, bedarf es aber mehrere, unhabhängiger Implementierungen der Spezifikation.

In den Browsern wird die bestehende Implementierung zumindestens für eine gewisse Zeit erhalten bleiben, allerdings steht das Thema Web SQL Database damit vor dem Aus. Beim W3C bleiben Datenbanken für Webapplikationen aber weiterhin ein Thema. Derzeit wird an zwei Standards gearbeitet, die Webentwicklern ebenfalls das Speichern von Daten auf Clientseite erlauben. Web Storage und Indexed Database API. An diesen Spezifikationen sind unter anderem Mozilla, Microsoft und Google beteiligt, implementiert hat sie bislang aber nur Mozilla in ihrem Firefox Webbrowser.

Über den Autor: Marc Rochow
Webentwickler bei Team23, Djangonaut und Open-Source-Fan. Mehr Infos: www.gironimo.org
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