Bußgelder für Google Analytics Nutzer?

von Marc Rochow | 0 | 2156 Aufrufe

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Um Google Analytics wird in Deutschland schon seit längerem gestritten, denn nach Ansicht einiger Datenschützer ist der Einsatz des Webanalysedienstes nicht mit deutschem Datenschutzrecht vereinbar. Dies hindert jedoch nicht wenige Nutzer daran, auf ihren Webseiten Googles kostenloses Angebot zu nutzen.

Laut FAZ könnte dies aber künftig teuer werden: Leider mussten wir zu dem Ergebnis kommen, dass Google unseren Datenschutzanforderungen nicht entsprochen hat, wird Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Casper zitiert.

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Vor allem kritisieren die Datenschützer, dass Nutzerdaten einschließlich der IP-Adresse an Goolge-Server in den USA gesendet und dort verarbeitet werden. Google hatte daraufhin versprochen, die IP-Adresse zu kürzen und Browsererweiterungen angeboten, mit denen sich die Übertragung von Daten an Google durch den Nutzer ausschalten lässt.

Casper jedoch kritisiert, dass für Safari und Opera keine entsprechenden Erweiterungen verfügbar sind und so etwa zehn Prozent der Internetnutzer von dieser Widerspruchsmöglichkeit ausgeschlossen sind.

Die Verantwortung liegt aber letztendlich bei den Betreibern der Webseite. Zusammen mit Kollegen aus anderen Bundesländern erwägt Casper daher, gemeinsam gegen Betreiber von Websites vorzugehen, die mit Google Analytics ausgestattet sind. Dies könnte mit einem empfindlichen Bußgeld einhergehen. Desweiteren wird Musterprozess gegen ein größeres Unternehmen in Erwägung gezogen.

Blog-Eintrag von Google zum Thema: http://conversionroom-de.blogspot.com/2011/01/aktuelle-medienberichterstattung-uber.html

Über den Autor: Marc Rochow
Webentwickler bei Team23, Djangonaut und Open-Source-Fan. Mehr Infos: www.gironimo.org
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