Chrome: Neues Add-on für den Kampf gegen Suchmaschinenspam

von Thomas Soyter | 0 | 1397 Aufrufe

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Mit Personal Blocklist einer im Chrome Webstore kostenlos erhältlichen Extension bietet Google Chrome-Usern die Möglichkeit an, unerwünschte Suchergebnisse bzw. Inhalte bestimmter Websites zu blocken.

Die gesammelten Daten der Nutzer werden dabei an Google übermittelt und sollen so ebenfalls für den Kampf gegen sogenannte Content Farms eingesetzt werden. Ziel dieses auch Content Mill genannten Geschäftsmodells ist es, durch extreme Suchmaschinen-Optimierung, Besucher auf die entsprechenden Seiten zu locken, um so möglichst lukrative Einkünfte durch erhöhte Klickzahlen bzw. Online-Werbung zu erzielen.

Bild zu Chrome: Neues Add-on für den Kampf gegen Suchmaschinenspam
Personal Blocklist soll helfen Seiten mit unerwünschten Suchmaschinenspam aufzuspüren und diese zu blocken. Bild: Google

Diese Content Farms werden zwar laut Google nicht als direkter Spam eingestuft, bieten jedoch, so die Argumentation des Suchmaschinenriesen, Usern lediglich minderwertige oder unwesentliche Inhalte, die darüber hinaus die Suchergebnis-Qualität schmälern. Ebenfalls im Visier von Google sind damit auch Webangebote die Inhalte komplett von anderen Quellen kopieren.

In der Praxis sieht das dann folgendermaßen aus: Nutzer können komplette Websites aus dem Suchpool von Google ausschließen und erhalten danach keine Suchergebnisse mehr der entsprechenden Domain. Über eine weitere Option lässt sich diese Sperrung jedoch wieder rückgängig machen.

Personal Blocklist ist demnach eine Alternative aus den Bemühungen, die Google seit längerer Zeit anstrengt, über diverse Algorithmen zu versuchen, dem Problem der Content Farms Herr zu werden. Da wohl bisher noch keine adäquate Algorithmus-Lösung besteht, geht Google nun den Weg über die Einbeziehung der Nutzer, um so das Suchergebnis-Ranking weiter zu verbessern.

Allerdings drängen sich dabei auch einige kritische Fragen auf. Beispielsweise ist solch ein Einbeziehen der Anwender bei der Qualitätsbewertung von Suchergebnissen wirklich hilfreich. So wird es sicherlich Suchergebnisse geben, die für den einen Nutzer hilfreich, für den anderen extrem störend sind. Als Beispiel sind hier die "guten Fragen" - Seiten oder ähnliche zu erwähnen. Darüber hinaus hat Google in der Vergangenheit schon einige den Nutzer einbindende Maßnahmen forciert, die sich jedoch meist nicht durchsetzen konnten.

Das Add-on Personal-Blocklist befindet sich derzeit noch in einer frühen Testphase und ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Türkisch erhältlich.

Über den Autor: Thomas Soyter
Leidenschaftlicher Web- / Screendesigner und Webentwickler mit langjähriger Erfahrung. Der Informationsdesigner (www.der-informationsdesigner.de) ist ein kreatives Büro für die Gestaltung und Umsetzung von Print- und Onlineprojekten.
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