Chrome: Designer denken über Abschaffung der Adresszeile nach

von Sebastian Schwarz | 0 | 1763 Aufrufe

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Google informierte vor kurzem per Blogeintrag über die im neuesten Beta-Release eingebauten Features zur Verbesserung des Chrome Webbrowsers.
Durch die Verbesserung der JavaScript-Engine konnte zum Beispiel ein Geschwindigkeitszuwachs von 66% erreicht werden. Zusätzlich wird jetzt die GPU beim Rendern von Videos mit eingespannt, was zu einer starken Entlastung der CPU und damit einem geringeren Stromverbrauch führen soll.

Auch die Oberfläche des Browsers soll nicht unangetastet bleiben. So denken die Entwickler unter anderem über eine kompakte Variante der UI nach, bei der die Adressleiste aus dem Browserfenster verschwinden soll und erst per Klick, auf den entsprechenden Tab-Reiter, dem Benutzer die Möglichkeit geben wird, die gewünschte Adresse einzugeben. Eine Schwäche des eventuell angestrebten Designs ist, dass die derzeitige URL nicht immer angezeigt werden kann, außerdem verschieben sich alle Optionen auf einen kleinen Bereich am oberen Bildschirmrand, womit die Leiste überladen wirken könnte. Deswegen möchte man wohl auch dem Benutzer die Möglichkeit geben per Klick auf die klassische Navigation zurückzugreifen.

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Ebenfalls in den Überlegungen vertreten sind Designs mit einer Sidebar zur Navigation für breite Bildschirme, oder eine Navigation mit sehr großen Oberflächen für die Bedienung per Touch-Screen.

Ziel der gestauchten Version ohne Adressleiste ist es, dass mehr Platz für immer wichtiger werdende Web-Applikationen geschaffen werden soll. Vor allem bei Netbooks mit ihren geringen Bildschirmmaßen könnte der zusätzlich freiwerdende Raum auf guten Anklang stoßen.

Google hat sich als Ziel gesetzt, alle derzeitigen Standards von Webbrowsern beim Thema Design und Workflow zu hinterfragen und damit die Arbeitsweise der kommenden Generation von Webbrowsern zu revolutionieren.

Über den Autor: Sebastian Schwarz
Arbeitet derzeit als Entwickler bei Team23.
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