Google erobert die Straßen

von Marc Rochow | 0 | 1768 Aufrufe

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Das der Suchmaschinengigant an PC gesteuerten, selbstfahrenden Kraftfahrzeugen arbeitet ist kein Geheimnis. Jetzt jedoch veröffentlichte Google zwei Videos auf einer Teststrecke, die einen entsprechend ausgestatteten Toyota Prius zeigen.

Die beiden Videos zeigen den umgebauten Toyota Prius von innen und außen gefilmt. Dieser fährt beachtlich schnell und mit quietschenden Reifen über den Testparcours.

Die Basis für Googles Experiment mit den selbstfahrenden Autos ist die stetig wachsenden Datensammlung, die für Google Earth, Google Maps, Google StreetView und weiterer Dienste aufgebaut wurde. Google setzt diese Daten bereits erfolgreich in Navigationssystemen ein, u.a. im BMW ConnectedDrive. Mittels dieser Daten, sowie Kameras, Radarsensoren und Laser-Entfernungsmessern ist das Fahrzeug in der Lage, selbständig die Verkehrssituation um sich herum zu erfassen und sich entsprechend zu verhalten.

Die daraus resultierende extrem hohe Datenmenge wird in Googles Rechenzentren verarbeitet. Zusätzlich soll die Software selbst lernend sein. Viel befahrende Abschnitte, etwa von der Wohnung bis zum Arbeitsplatz, speichert das Programm ab, erkennt Verkehrsschilder, sammelt Daten über Ampelphasen und weitere Informationen, auf die sich mit Erfahrung auch ein menschlicher Fahrer einstellen würde.

Was möchte Google jedoch damit erreichen? Ein eher langfristiges wirtschaftliches Interesse sieht Google darin. So spricht man von nicht weniger als der Revolutionierung der Automobil- und Straßennutzung. So sollen die Transportkapazitäten der vorhanden Straßen deutlich gesteigert werden, die Energiebilanz des Verkehrs erheblich gesenkt und vor allem, die Zahl der Verkehrstoten drastisch reduziert werden.

Über den Autor: Marc Rochow
Webentwickler bei Team23, Djangonaut und Open-Source-Fan. Mehr Infos: www.gironimo.org
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