Internetwurm "Koobface" zunehmend gefährlicher!

von Christoph Herberholz | 0 | 1264 Aufrufe

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Der Internetwurm "Koobface", der bereits seit längerem als Internetkostenfalle in sozialen Netzwerken kursiert macht es durch neue und verbesserte Infrastrukturen Sicherheitsexperten offenbar zunehmend schwerer Abwehrmaßnahmen dagegen zu ergreifen.

Koobface, dessen Name sich als Anagram zu "Facebook" ableitet, ist ein Internetwurm, der die Plattformen der sozialen Netwerke missbraucht, um User mittels Werbeanzeigen auf bösartige Webseiten zu leiten und mit "pay per click" und "pay per install" Maßnahmen ab zu zocken.

Der Wurm ist dabei alles andere als neu. So wurde Koobface bereits im ersten Halbjahr 2008 entdeckt, 2009 nahm die kriminielle Vereinigung mit Ihrem Internetwurm über 2 Mio. US Dollar ein.

Um sich gegen Abwehrmaßnahmen zu schützen und die Einnahmen weiterhin zu erhöhen, hat die Koobface Gruppe laut einem ausführlichen Bericht der Internet Sicherheitsfirma Trendmicro offenbar sein Framework mit einem anspruchsvollen Traffic direction system ausgestattet, welches noch mehr Internetuser in die Fänge der Betrüger lenken soll.

Mit zusätzlichen verbesserten Infrastrukturen fällt es so auch Sicherheitsexperten zunehmend schwer die Bedrohung durch die Abzock Software zu bekämpfen, wodurch das Schadenspotenzial des Wurms als wachsende Gefahr eingestuft wird.

Es bleibt zu hoffen, dass vor allem die Betreiber der sozialen Netzwerke, wie Facebook, auf die zunehmende Gefahr reagieren und dieser mit verbesserten Sicherheitsmechanismen entgegentreten.

So lange bleibt es Usern vorsichtig und misstrauisch auf Anzeigen jeglicher Art entgegen zu stehen und am besten im Browser per Einstellung nur vertrauenswürdigen Seiten die Ausführung von Javascripts zu erlauben.

Über den Autor: Christoph Herberholz
studiert "Interaktive Medien" an der FH Augsburg und absolviert derzeit sein Praxissemester bei der Web- und Grafikdesign Agentur Team 23.
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