Musik entdecken. Musik hören. - Angebote und Zukunft dazu

von Michael K. | 1 | 2154 Aufrufe

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Das gestrige "Aus" von Grooveshark ist in aller Munde. Aber es war von Anfang an ein Musikportal in der Grauzone, einfach nicht das was es scheint zu sein. Ganz anders die vor kurzem in Deutschland gestarteten Musikhör-Portale deezer.com (Frankreich; Web-App), rdio.com (USA, San Francisco; Web-App), rara.com (England, London, Web-App) und nicht unerwähnt lassen wollen wir das deutsche Startup simfy.de (Köln, Programm; Web-App sowie Programm) sowie meinen persönlichen Favoriten spotify.com (Schweden; Programm). Fehlen welche? Last.fm lasse ich mal außen vor, da hier der Fokus ein anderer ist.

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Der Unterschied zu Grooveshark ist ein Grundlegender, die soeben genannten Portale bauen einen eigenständigen und intakten Musikbestand / Index mit direkter Vergütung auf. Das hat Zukunft und steht mit direktem Bezug zu den Künstlern und Musikern, im finanziellen Sinne. Ich persönlich bin gerne bereit 5 oder 10 Euro im Monat für ein solches faires Angebot zu zahlen. Wer will noch Unmengen Musikdateien auf dem Computer oder iPod lagern, wenn er über seine Datenflatrate für eine Kostenpauschale direkt auf fast alle gesammelten Musikwerke der Welt zugreifen kann?

Gehen wir mal davon aus, der Weg für unbegrenzten Musikgenuss ist in Zukunft von drei Big-Playern gesichert. Wie weiß der Musikfan nun mit der Flut an unbegrenzer Musik umzugehen? Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen haben die Musikstreaming-Angebote ihre Hörer Charts bereits implementiert. Sprich man sieht was hören Andere bei diesem Anbieter besonders oft. Dann gibt es noch die Möglichkeit ähnliche Musik zu einem gewünschten Musikstück oder Interpreten abspielen zu lassen oder Playlisten zu sharen und somit auch zu entdecken. Gut, suchen kann man auch, aber dazu muss man wissen was man sucht.

Worauf will ich hinaus? Es ist wohl die größte Herausforderung dem Nutzer Musik zu zeigen, die er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch mag. Diesen Weg versucht das Musik-Portal Radiozeug.de zu gehen. Hilfsmittel hierfür sind die momentan am meisten gespielten Lieder bei beliebten UKW-Radiosendern. Auf radiozeug werden Charts gebildet, welche genau diese Informationen mit einbeziehen.

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Sprich, es wird die von der Radio-Redaktion getroffene Auswahl über Musik-Lieder gebündelt und kompensiert. Diese Charts lassen sich dann noch weiter nach Zeitraum, Radiosender, Neueinsteiger, Genre usw. sortieren. Charts von Soundcloud und Mixcloud runden dies ab. Die passenden Verlinkungen zu Musik-Streaming-Angebote im kostenpflichtigen (Spotify etc.) und kostenfreien (youtube.com, tape.tv) Bereich geben dem Nutzer ein sinnvolles Werkzeug an die Hand. Dabei kann dieser die Lieder direkt auf der Seite anhören und weiter Musik entdecken, ohne dass dies unterbrochen wird.

Doch ist das Musik-Portal Radiozeug mehr als das, durch eine Art Web-Spiegel sieht der Nutzer welche Lieder besonders Populär sind. Denn in Form von Beliebtheits-Wolken wird angezeigt, wie oft der Song bei den verlinkten Musik-Diensten wie Youtube, Twitter, Facebook oder lastFM angehört und verbreitet wurde.

Auf den Unterseiten zum jeweiligen Interpreten oder Song findet der Nutzer in einer Art Mash-Up die wichtigsten Informationen vor, ein bisschen wie Google News. Sprich verfügbare Informationen aus last.fm, wikipedia, facebook, flickr, soundcloud usw. Natürlich dürfen Crossverlinkungen wie Tags/Genre nicht fehlen. Besonders beliebt sind die zum Inhalt passenden Soundcloud-Remixe. Sprich bei der Künstlerin Lana del Rey kann man sich diese direkt im eingebunden Player anhören.

Am besten einfach mal selbst ausprobieren!

Über den Autor: Michael K.
Student für Interaktive Medien. Nebenjob als Webjunkie und Programmierhengst. Eine Arbeitsprobe gibt es unter radiozeug.de (Portal zum Musik entdecken und hören) sowie webregard.de (Blog) #php5.3 #mysql #oracle #as3 #jquery #javascript #musik #snowboarden #design #mac
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