Und der Datenschutzkampf geht in die nächste Runde

von Simone Ebeling | 0 | 1205 Aufrufe

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Facebook hat vor wenigen Tagen verkündet, dass die im Dezember eingeführte Chronik (international als Timeline bezeichnet) bald für alle User zur Pflicht werden soll. Und prompt geht eine erneute Diskussion um den Datenschutz los.

In der neuen Chronik werden alle Informationen chronologisch angezeigt, die man je bei Facebook erstellt hat. Damit soll eine Art Lebensgeschichte bzw. der Lebenslauf des jeweiligen Users abgebildet werden.

Eine Facebook-Sprecherin betonte, dass keine Änderung des Profils ohne eine vorherige Benachrichtigung der Nutzer vorgenommen werde. Die Nutzer werden beim Besuch ihres Profils die neue Funktion zunächst freischalten müssen und haben anschließend noch eine Woche Zeit ihr Profil aufzuräumen und den eigenen Wünschen entsprechend anzupassen. Erst nach dieser Woche wird die Chronik auch für die restliche Facebook-Welt sichtbar.

Des weiteren wird betont, dass die Privatsphären-Freigaben bei allen Inhalten unverändert bleiben – und nachträglich auch verändert werden können.

Datenschützer halten dagegen, dass dieses Aufzwingen der Chronik „ultradreist“ sei ( Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein) und dass der soziale Druck, Daten im Netz preis zu geben, weiter steigen könnte. Es solle zumindest statt den sieben Tagen eine vierwöchige Frist geben in der man sein Profil nochmals überarbeiten kann (Johannes Caspar, Hamburger Datenschützer).

Über den Autor: Simone Ebeling
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