Google Mitarbeiter fordert Abschaffung des Localstorage-API

von Marc Rochow | 0 | 1226 Aufrufe

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Auf seinem privaten Blog fordert Paul Kinlan die Abschaffung des Localstorage-API, der bei Google als Developer Advocate arbeitet. Kinlan ist durch die Entwicklung von Web Intents bekannt.

Geht es nach Paul Kinlan sollte localstorage sofort wieder abgeschafft werden. Im ersten Schritt ruft er Entwickler und Browserhersteller dazu auf keine Beispiele mehr mit localstorage umzusetzen und das Feature zu bewerben. Seiner Meinung nach biete das API armselige Abfragefähigkeiten, in den meisten Browsern nur wenig Speicherplatz, ein unglaublich inkonsistentes Ereignismodell und ein unangenehmes Locking-Verhalten. Für localstorage spreche eigentlich nur die einfach Semantik sowie die breite Browserunterstützung.

Die meisten Browser heute unterstützen die Localstorage-API ausgezeichnet und ermöglichen Web Apps, Daten auf dem Rechner des Nutzers zu speichern und sie wieder abzurufen. Gedacht ist dies unter anderem, um Offlineapplikationen umzusetzen. Jedoch benutzt so manche Webseite den lokalen Speicher um JavaScript-Code abzulegen, so dass dieser nicht bei jedem Seitenaufruf neu geladen werden muss.

Eine kleine Einführung in localstorage bietet der Artikel HTML5 Local Storage Tutorial - ToDo Liste programmieren auf Webmasterpro.

Paul Kinlan argumentiert, das Offline-Web-Apps bisher nie Realität wurden und halte man weiter an dem API fest, werde das auch so bleiben. Er selbst bevorzuge IndexedDB bzw. WebSQL, das aber bereits vom W3C wieder verworfen wurde. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, hat Kinlan das BackboneJS-Beispiel in TodoMVC um Unterstützung für IndexedDB erweitert.

Über den Autor: Marc Rochow
Webentwickler bei Team23, Djangonaut und Open-Source-Fan. Mehr Infos: www.gironimo.org
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