Mozilla Firefox 11 mit 3D-Entwicklertool

von Marc Rochow | 0 | 2817 Aufrufe

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Mozilla hat heute, einen Tag später als geplant, seinen Browser Firefox 11 veröffentlicht. Zu den Neuerungen zählen neue, verbesserte Entwicklerwerkzeuge, den von Google entwickelten HTTP-Nachfolger SPDY und Erweiterungen werden über mehrere Rechner synchronisiert.

Verbesserte Entwicklerwerkzeuge

Firefox 11 enthält zwei neue und verbesserte Entwicklerwerkzeuge: Page Inspector 3D und den Style-Editor. Bereits in Firefox 10 wurde der Page Inspector eingeführt, nun erhält dieser ein interessantes Update - eine 3D-Ansicht der Struktur einer Website. Dies war bereits früher mithilfe der Firefox Erweiterung Tilt möglich. Durch diese neue Funktion lassen sich tiefe Verschachtelungen leicht erkennen.

Page Inspector 3D
Firefox 11 mit Page Inspector 3D

Mit dem neuen Style-Editor ist nun möglich, CSS-Dateien einer Seite zu verändern. Die Änderungen werden direkt in der Website angezeigt und anschließend kann die veränderte CSS-Datei gespeichert werden.

Firefox 11 Style-Editor
Style Editor in Firefox 11

Neue Synchronisationsmöglichkeiten

Wie Google Chrome auch, unterstützt Firefox 11 nun die Synchronisation von Erweiterungen über mehrere Rechner. Allerdings müssen Nutzer diese Funktion in den Einstellungen zur Synchronisation explizit aktivieren.

Das Migrationswerkzeug kann nun Daten und Einstellungen auch aus Chrome übernehmen. So dass Umsteiger ihre Daten behalten können. Bisher wurden nur der Internet Explorer und Safari unterstützt.

HTTP-Nachfolger SPDY

Ebenfalls neu ist die Unterstützung von SPDY. Dieses Protokoll wurde von Google entwickelt, um kürzere Ladezeiten von Websites zu erreichen. Das Protokoll kann in den Einstellungen aktiviert werden. Allerdings muss SPDY auch auf Serverseite unterstützt werden. Bis auf wenige Ausnahmen ist dies nur bei Googles Websites der Fall.

HTML5 & CSS3

Firefox 11 unterstützt die noch nicht standardisierte CSS-Eigenschaft text-size-adjust, die die Lesbarkeit von Webseiten auf kleinen Displays verbessern soll. Die Quelltextansicht des Browsers nutzt den HTML5-Parser, um die Syntax hervorzuheben. Ebenfalls bietet Firefox 11 eine erweiterte HTML5-Unterstützung. Mittels element.outerHTML ist es möglich einen Zugriff auf die kompletten HTML-Elemente zu erreichen.

Die seit längerem unterstützten Websockets können nun auch ohne Herstellerprefix (-moz-) verwendet werden. Zusätzlich kann XmlHttpRequest nun auch HTML parsen und mittles IndexedDB lassen sich Daten speichern.

Firefox 11 kann für Windows, Linux und Mac OS X heruntergeladen werden. Mit der kommenden Version (Firefox 12) soll das lange ersehnte "Silent-Update" in den Browser integriert werden.

Über den Autor: Marc Rochow
Webentwickler bei Team23, Djangonaut und Open-Source-Fan. Mehr Infos: www.gironimo.org
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